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Mission erfüllt - Dr. Carl Hermann Schleifer verlässt das UK S-H

Montag, 31. Mai 2010

Mit einer erfolgreichen Bilanz beendet Dr. Carl Hermann Schleifer am 31. Mai seine Aufgabe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H). Mehr als 150 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft verabschiedeten den Sanierungsmanager während einer Feierstunde in der Kunsthalle zu Kiel.

Grußworte überbrachten
Minister Jost de Jager, Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Diedrich, für die Klinik- und Institutsdirektoren, Campi Kiel und Lübeck.

Die Festvorträge wurden gehalten von
Prof. Dr. Clemens Sorg: "Zukunftsmodelle der Hochschulmedizin",
Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): "Die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Schleswig-Holstein" und
Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: "Mission erfüllt".

Prof. Scholz dankte Dr. Schleifer für seinen Verdienst, das UK S-H in eine hervorragende wirtschaftliche Startposition manövriert zu haben, aus der es nun aus eigener Kraft in die Gewinnzone steuern könne. "Jetzt gilt es, in die Klinik der Zukunft zu investieren - damit der Erfolg, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit dem Sanierungsmanager erreicht haben, als Verbesserung für die Versorgung der kranken Menschen in unserem Land mit exzellenter Medizin sichtbar wird." Mit neuer Organisationsstruktur und der Angleichung an eine bundesweit einheitliche Vergütung sind hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen, die notwendige Rendite zu erwirtschaften, ohne den Landeshaushalt zu strapazieren. Wichtig sei jetzt, die Lähmungen so schnell wie möglich zu beenden, damit die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gewinne aus eingeleiteten Kooperationen und Netzwerke den Schwung der Sanierung verstärken. Nach Abschluss der Sanierungsphase ist das UK S-H nun in der Lage, seine wichtige Rolle in der schleswig-holsteinischen Gesundheitsversorgung gemeinsam mit seinen Partnern auszubauen. Der bauliche Masterplan ist dabei die zentrale Voraussetzung, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des einzigen Maximalversorgers in Schleswig-Holstein weiter zu stabilisieren.

Im Juni 2007 hatte die Landesregierung Dr. Schleifer zum Sanierungs- und Strategiemanager des UK S-H bestellt, das ohne eigenes Verschulden in wirtschaftliche Schieflage geraten war. Der zentrale Satz des Kabinettsbeschlusses lautete: "Die Landesregierung erwartet, dass in der Verantwortung des Sanierers und der Organe des UK S-H umsetzbare Sanierungsschritte unverzüglich vollzogen werden und damit 2008 und 2009 der jeweilige Vorjahresfehlbetrag halbiert sowie ein ausgeglichenes Betriebsergebnis 2010 erzielt wird." Nach Schleifer "handelte es sich bei der Sanierungsaufgabe der Sache nach um ein Himmelfahrtskommando", weil sich - nach früherer externer Berechnung - das wirtschaftliche Ergebnis des UK S-H bis 2010 auf mehr als minus 50 Millionen Euro entwickelt hätte. Durch die Sanierung ist es dann gelungen, das Defizit des Universitätsklinikums von zunächst 16,87 Mio Euro (2007), auf 8,07 Mio Euro (2008), 4,26 Mio Euro (2009) und auf ein Plus von 0,55 Mio Euro (Planung 2010) zu verringern.

Dieses Ergebnis ist nach Schleifer in erster Linie auf den großen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens auf allen Ebenen zurückzuführen, der teilweise durch externe Beratung unterstützt werden musste. "Der Sanierungserfolg ist im Übrigen eine Gemeinschaftsleistung des gesamten Uniklinikums an beiden Standorten. Die Beschäftigten haben überdies durch Lohnverzicht einen eigenen Beitrag dazu geleistet. Für die enge Zusammenarbeit im Sanierungsprozess - in die ich das konstruktive Mitwirken der Beschäftigtenvertretungen ausdrücklich mit einschließe - bin ich sehr dankbar." Dieser Sanierungserfolg ist vor dem Hintergrund erschwerter äußerer Rahmenbedingungen umso bemerkenswerter, so Prof. Scholz. Beispielsweise führe die Höhe des Landesbasisfall-Wertes dazu, dass das UK S-H für gleiche medizinische Leistungen weniger Erlöse erzielt als Universitätsklinika in anderen Ländern. So hätte das UK S-H bei einer Bewertung wie in Bayern einen Mehrerlös 21,5 Mio. Euro allein im letzten Jahr verbucht. Und aufgrund der unzureichenden Gebäudestruktur auf beiden Campi entstehen Nachteile, die jedes Jahr das wirtschaftliche Ergebnis des UK S-H mit rund 30 Mio. EURO belasten.


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