Das Gesundheitsforum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein lädt am Donnerstag, 12. Mai 2011, um 18.30 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag über Erkrankungen der Handnerven in den Hörsaal des Turmgebäudes auf dem Campus Lübeck ein.
Özge Senyaman, Ärztin der Sektion für Plastische Chirurgie, Handchirurgie und Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, informiert über die sogenannten Nervenkompressionssyndrome. Diese entstehen, wenn ein Nerv eingeengt und durch den Druck geschädigt wird. Die Besucher erfahren, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden am UKSH angeboten werden.
Das Karpaltunnelsyndrom ist mit Abstand die bekannteste und häufigste Form dieser Nervenschädigung. Betroffen ist der Mittelnerv im Handgelenkstunnel (Karpaltunnel). Bis zu zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung können Symptome des Karpaltunnelsyndroms aufweisen. Frauen erkranken dreimal häufiger als Männer.
Dem Karpaltunnelsyndrom können verschiedene Ursachen und Auslöser zu Grunde liegen, zum Beispiel Schwellungen der Beugesehnenscheiden, Tumore, Knochenbrüche der Speiche oder des Handgelenkes, Überanstrengung des Handgelenkes, Schwangerschaft oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Mellitus und Schilddrüsenerkrankungen. Typische Symptome sind das Kribbeln und Einschlafen der Hände mit Ausnahme des kleinen Fingers, besonders nachts und gegen Morgen. Bestimmte Handhaltungen wie beim Telefonieren oder Autofahren können die Symptome verstärken. Die häufig schmerzhaften, stichartigen Missempfindungen können im fortgeschrittenen Krankheitsbild in den gesamten Arm bis hin zur Schulter ausstrahlen.
Um dem entgegen zu wirken, sollten frühzeitig diagnostische Maßnahmen durchgeführt und eine den Befunden entsprechende Therapie eingeleitet werden. Diese kann bei bestimmten Ursachen des Karpaltunnelsyndroms und im Anfangsstadium zunächst auf konservative Maßnahmen wie z.B. Schienenruhigstellung und medikamentöse Schmerztherapie beschränkt werden. Der Therapieerfolg sollte in diesem Zeitraum allerdings genau kontrolliert werden, um bei Bedarf rechtzeitig operative Maßnahmen einleiten zu können.
Das Gesundheitsforum ist eine öffentliche Vortragsreihe des UKSH. Interessierte Bürger sind eingeladen, sich über aktuelle Fragen gesundheitlicher Versorgung zu informieren und mit den Experten des UKSH ins Gespräch zu kommen.
Termin:
Donnerstag, 12. Mai 2011, 18.30 Uhr
Ort:
UKSH, Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck, Hörsaal im Turmgebäude
Weitere Informationen:
Patienteninformationszentrum, Beke Jacobs Tel.: 0451 500-5974
www.piz-luebeck.uk-sh.de
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Beke Jacobs, PIZ, Tel.: 0451 500-5974, E-Mail: piz@uk-sh.de
Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de
- Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704 - Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
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