Zum ersten Mal ist jetzt in Norddeutschland der Kopf einer Bauchspeicheldrüse, der sogenannte Pankreaskopf, auf minimal-invasivem Weg entfernt worden. Prof. Dr. Tobias Keck, neuer Direktor der Klinik für Chirurgie am Campus Lübeck, ist weltweit anerkannter Spezialist für die Pankreaschirurgie und hat diese Operation bereits mehr als 50 Mal erfolgreich durchgeführt. Große Erfahrung auf dem Gebiet der Bauchspeicheldrüsenchirurgie sammelte er bei mehr als 300 offenen Pankreasresektionen.
Die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes ist eine der größten Operationen in der Bauchchirurgie. Normalerweise sind für diesen Eingriff Zugangswege mit großen Schnitten in der Bauchdecke nötig. „Die minimal-invasive Technik, die wir anwenden, ist für den Patienten wesentlich schonender. Er erholt sich schneller von der OP, hat weniger Schmerzen und behält nur eine kleine Narbe zurück“, erklärt Prof. Keck. In den kommenden Jahren möchte er die am Campus Lübeck bereits bestehende hervorragende Expertise für minimal-invasive Chirurgie weiterentwickeln und ausbauen. Außerdem soll ein Zentrum für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen am Standort etabliert werden.
Die Schlüssellochtechnik (Laparoskopie), bei der mithilfe von Kameras und speziellen OP-Werkzeugen über kleinste Schnitte operiert wird, ist technisch wesentlich anspruchsvoller als das herkömmliche Verfahren. Bisher wird diese Methode zur Pankreasresektion nur in wenigen Kliniken in Europa und weltweit angeboten. Prof. Keck und sein Team bieten sie als einzige Chirurgen in Deutschland an.
Zum Einsatz kommt die minimal-invasive Pankreasresektion vor allem bei Patienten mit zystischen Neoplasien (Neubildungen) der Bauchspeicheldrüse, die in vielen Fällen später zu Tumoren führen. Bei frühzeitiger Operation sind gute Heilungschancen möglich. Neubildungen der Bauchspeicheldrüse treten in allen westlichen Ländern seit geraumer Zeit mit zunehmender Häufigkeit auf.
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Klinik für Chirurgie, Prof. Dr. Tobias Keck
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