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Projekt „UKSH der Zukunft“ geht in die 2. Runde

Montag, 14. Januar 2013

UKSH-Aufsichtsrat beschließt alle Lösungsvorschläge der Bieter fortzuführen

Nach heutigem (14.1.2013) Beschluss des Aufsichtsrates des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) geht die größte Zukunftsinvestition für Wissenschaft und medizinische Versorgung mit allen Bietern in die zweite Runde. „Alle Lösungsvorschläge zum Bau der Universitätsmedizin der Zukunft sind zum jetzigen Stand so überzeugend, dass ein Ausscheiden eines einzelnen Teilnehmers nicht gerechtfertigt ist“, sagt Staatssekretär Rolf Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender des UKSH, „wir setzen weiter auf Wettbewerb“.

„Die Lösungsvorschläge und Angebote zum Bau und Betrieb der beiden Standorte Kiel und Lübeck werden gemeinsam erörtert und in einem Los eingeholt“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH. Damit wird die ursprüngliche Absicht der Vergabe zweier Lose zugunsten einer wirtschaftlicheren Losbildung aufgegeben. „Mit dem Gewinner des Wettbewerblichen Dialoges wird ein Pauschalfestpreis für Planung und Bau sowie die Betriebsleistungen vereinbart.“

Am 29. Februar 2012 hatte die Landesregierung den Startschuss für die Einleitung eines Vergabeverfahrens an einen privaten Investor im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) gegeben. Das vorgesehene Volumen des baulichen Masterplans an beiden Standorten des UKSH umfasst 380 Millionen Euro als ÖPP-Projekt für die Gebäude der Krankenversorgung und 160 Millionen Euro in öffentlicher Finanzierung für Forschung und Lehre. Der Investor soll die Gebäude für die Krankenversorgung übernehmen, sanieren, für 25 Jahre betreiben und an das UKSH verpachten - dabei bleibt das UKSH in öffentlicher Hand.

Während die Sanierungs- und Baukosten für die Einrichtungen der Krankenversorgung vom privaten Investor getragen werden, übernimmt das Land unter finanzieller Beteiligung des UKSH die Finanzierung der 160 Millionen Euro für Lehr- und Forschungseinrichtungen. Dieser Betrag soll in einem Zeitraum von 2014 bis 2021 zur Hälfte aus dem Landeshaushalt und zu jeweils 40 Millionen Euro aus dem Zuschuss für Forschung und Lehre sowie dem UKSH erbracht werden. Die Investitionen sollen 2014 beginnen und zeitlich abgestimmt mit der Sanierung der Gebäude für Krankenversorgung laufen. Im ÖPP-Verfahren werden je Campus Neubauten in der Größe von 17.000 bis 18.000 Quadratmeter Nutzfläche zuzüglich 4000 bis 6000 Quadratmeter Umbau bestehender Gebäude sowie weitere Sanierungsmaßnahmen verhandelt und geplant werden.

Das Vergabeverfahren für Bau und Sanierung der Krankenversorgungsgebäude wird als „Wettbewerblichen Dialog“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein EU-weit eingeführtes Verfahren für komplexe und sehr große ÖPP-Projekte. Es bietet die Möglichkeit, während der Dialog-Phase flexibel die bestmögliche Lösung für das Gesamtprojekt zu finden.

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
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