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Fachbereich Humangenetik des Ambulanzzentrums am Campus Lübeck erfüllt höchste Qualitätsansprüche

Montag, 17. November 2014

Erfolgreiche behördliche Reakkreditierung nach internationaler Norm DIN EN ISO 15189

Für weitere fünf Jahre ist der Fachbereich für Humangenetik des Ambulanzzentrums, Campus Lübeck (Direktion: Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach), reakkreditiert worden. Nach der ersten Akkrediterung 2009 erfolgte die zweite Begutachtung durch die behördliche Deutsche Akkreditierungsstelle, die nach der höchsten internationalen Norm bewertet. „Wir freuen uns über die erfolgreiche Reakkreditierung und möchten damit einen Beitrag zur Sicherung der Qualität am UKSH und in unserem Ambulanzzentrum leisten“, sagt Privatdozent Dr. Yorck Hellenbroich, Facharzt im Ambulanzzentrum.

Das Leistungsspektrum des Fachbereichs umfasst die humangenetische Beratung bei z.B. erblichen Tumorerkrankungen oder neurodegenerativen Erkrankungen, die klinisch genetische Diagnostik z.B. bei Kindern mit Entwicklungsverzögerung oder angeborenen Fehlbildungen, vorgeburtliche Diagnostik, zytogenetische Laboruntersuchung (Untersuchung der Chromosomen des Menschen) sowie die molekulargenetische Labordiagnostik für unterschiedliche Erbkrankheiten.

Neu in den Akkreditierungsumfang aufgenommen wurde jetzt die Brustkrebsdiagnostik mittels Next-Generation-Sequencing Panel-Diagnostik (NGS) für die Gene BRCA1 und BRCA2. Dabei handelt es sich um die modernste Form der Sequenzierung (Bestimmung der Gene). „Sie macht es möglich, dass wir mehrere Gene gleichzeitig ansehen und beurteilen können“, erläutert Dr. Andreas Dalski, QM-Beauftragter des Instituts für Humangenetik. Vorteil für die Patienten: Die Untersuchung führt schneller zu einem Befund als die bisher angewandte Stufendiagnostik. Entsprechend früher kann mit der Therapie begonnen werden. Die Kosten für die Brustkrebs-NGS-Diagnostik übernehmen bei entsprechender Indikation die Krankenkassen.

Auch der molekulargenetische Bereich der Präimplantationsdiagnostik (PID) konnte neu in den Akkreditierungsumfang integriert werden – eine wichtige Voraussetzung für Lübeck als erstes PID-Zentrum in Deutschland. Aufgabe der Humangenetiker ist es, anhand einer Zelle des künstlich erzeugten Embryos zu untersuchen, ob dieser an der in der Familie vorliegenden Erbkrankheit leidet. Ist das nicht der Fall, kann der Embryo reimplantiert werden und zu einem gesunden Kind heranwachsen.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Institut für Humangenetik, Dr. Andreas Dalski'
Tel.: 0451 500-5969

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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