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Mediziner des UKSH zählt zu weltweit einflussreichsten Wissenschaftlern 2014

Mittwoch, 09. Juli 2014

Prof. Dr. Stefan Schreiber wurde im aktuellen Report „The world’s most influential scientific minds 2014“ gleich zwei Mal ausgezeichnet

Zwei Mitglieder der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sind im aktuellen Report „The world’s most influential scientific minds 2014“ ausgezeichnet worden. Dabei wurde die Bedeutung ihrer wissenschaftlichen Arbeit anhand der weltweiten Zitierungshäufigkeit ausgewertet. Der Sprecher des Exzellenzclusters ‚Inflammation at Interfaces‘ und Klinikdirektor am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Professor Dr. Stefan Schreiber, wurde in gleich zwei Kategorien nominiert. Sowohl im Bereich „Klinische Medizin“ als auch im Feld „Molekularbiologie und Genetik“ gehört der Kieler Mediziner zu den einflussreichsten Wissenschaftlern weltweit. Außerdem wurde der Kieler Ernährungs- und Stoffwechselphysiologe und Clustermitglied Siegfried Wolffram (CAU) im Bereich „Agrarwissenschaften“ ausgezeichnet. Der Bericht wurde in dieser Form zum ersten Mal von der Agentur Thomson Reuters herausgegeben.

Ausgehend von mehr als zehn Millionen Datensätzen benennt Thomson Reuters die weltweit einflussreichsten 3.237 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 21 verschiedenen Fachrichtungen. Diese gehören jeweils zu den besten ein Prozent ihrer Fachrichtung. Von den ausgezeichneten Forscherinnen und Forschern arbeiten 30 Prozent an europäischen Universitäten oder Forschungseinrichtungen. In Deutschland zählen insgesamt 157 Personen zu den weltweit einflussreichsten wissenschaftlichen Köpfen. Das entspricht fünf Prozent der Nominierten weltweit. Die Hälfte der einflussreichsten deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an einer Universität, knapp 40 Prozent an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und etwa zehn Prozent sind in der freien Wirtschaft tätig.

Von den deutschen Forschern wurden sechs in gleich zwei Kategorien nominiert, einer der doppelt Ausgezeichneten ist der Kieler Professor Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters ‚Entzündungsforschung‘. Die Vizepräsidentin für Forschung an der CAU, Professorin Karin Schwarz, lobt die besondere internationale Anerkennung: „In diesem wichtigen Report gleich in zwei Kategorien nominiert worden zu sein, ist eine hohe Auszeichnung für Professor Schreiber und die CAU!“ Professor Schreiber bewertet die Nominierung als Wertschätzung des Standortes: „Die Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen im Exzellenzcluster ‚Entzündungsforschung‘ macht unsere Arbeit hier in Schleswig-Holstein so erfolgreich.“ Der innovative Ansatz des Exzellenzclusters, in dem Grundlagenforschung und eine unmittelbare Umsetzung dieser Erkenntnisse zum Nutzen für die Patientinnen und Patienten erfolgt, sei deutschland- und europaweit einmalig. Die starke Vernetzung von Medizinerinnen und Medizinern sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern im Cluster schaffe Synergieeffekte, die in anderen Strukturen nicht zu finden wären. Daraus ergebe sich sowohl wichtige Grundlagenforschung als auch ein hoher Praxisbezug, weil Erkenntnisse aus der Forschung ungewöhnlich schnell in die praktische Umsetzung übernommen werden.

Als zweiter Kieler Wissenschaftler wurde das Kieler Clustermitglied Professor Siegfried Wolffram ausgezeichnet. Er zählt zu den 112 einflussreichsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Bereich der „Agrarwissenschaften“. „Ich bin überrascht von der Nominierung und freue mich umso mehr, dass meine wissenschaftliche Arbeit durch diese Nennung honoriert wird“, so Wolffram.

Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces/Entzündungsforschung“ wird seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit einem Gesamtbudget von 68 Millionen Euro gefördert; derzeit befindet er sich in der zweiten Förderphase. Die rund 200 Clustermitglieder an den insgesamt vier Standorten: Kiel (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein), Lübeck (Universität zu Lübeck, UKSH), Plön (Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie) und Borstel (Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften) forschen in einem innovativen, systemischen Ansatz an dem Phänomen Entzündung, das alle Barriereorgane wie Darm, Lunge und Haut befallen kann.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Exzellenzcluster Entzündungsforschung
Wissenschaftliche Geschäftsstelle, Leitung: Dr. Susanne Holstein
Telefon: 0431 880-4850, E-Mail: spetermann@uv.uni-kiel.de

Prof. Dr. Stefan Schreiber, Direktor der Klinik für Innere Medizin I und Leiter des Instituts für Klinische Molekularbiologie des UKSH, Campus Kiel

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