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Neues Notfallkonzept gegen den Herzinfarkt am Lübecker Campus des UKSH

Donnerstag, 03. Juli 2014

Chest-Pain-Unit (Brustschmerzambulanz) an die Interdisziplinäre Notaufnahme angedockt

Plötzlich auftretende Brustschmerzen sind häufig ein erster Hinweis auf ernsthafte Herzerkrankungen, wie akuter Herzinfarkt, Einrisse in der Hauptschlagader und/oder Lungenembolien. Um lebensbedrohliche Komplikationen verhindern zu können, bedarf es in diesen Fällen einer unverzüglichen Diagnose und einer sofortigen Einleitung der Behandlung.

Die Brustschmerzambulanz des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, unter der Leitung von Prof. Holger Thiele und PD Dr. Ingo Eitel ist 24 Stunden am Tag geöffnet und führt die Patienten unverzüglich – unabhängig vom regulären Patientenbetrieb – einem kompetenten Team von Ärzten und Pflegekräften zu. Alle erforderlichen technischen Voraussetzungen wie Echokardiographie, Herzkatheter, CT, MRT und Gastroskopie sind jederzeit verfügbar. Spezialisten aus allen Fachgebieten (Kardiologie, Herzchirurgie, Angiologie, Gastroenterologie, Radiologie, Pulmologie) stehen bereit, um die notwendige Behandlung sofort einzuleiten.

Dazu stehen insgesamt sechs Überwachungseinheiten bereit, um schnell und zielgerichtet relevante kardiale Erkrankungen zu diagnostizieren oder auszuschließen. Ist die Diagnostik unauffällig, können die Patienten in die hausärztliche Betreuung entlassen werden. Findet sich jedoch der Hinweis auf einen Myokardinfarkt, schließt sich die sofortige Durchführung einer Koronarangiographie an.

Mit dem jetzt abgeschlossenen Umzug der Chest-Pain-Unit an die benachbarte Interdisziplinäre Notaufnahme wollen die Experten des UKSH die Sicherheit ihrer Patienten weiter erhöhen, indem sich die Anzahl der fachübergreifenden Spezialisten erweitert sowie die Geschwindigkeit des Zugriffs auf das gesamte Spektrum der Medizintechnik erhöht wird. „Notfallpatienten mit Verdacht auf Herzinfarkt sowie anderer kardiovaskulärer Notfälle bedürfen einer schnellen und engmaschigen Betreuung“, sagt PD Dr. Ingo Eitel, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Leiter der Chest-Pain-Unit am Campus Lübeck. „Entscheidend für die Umsetzung des neuen Notfallkonzepts sind die optimalen räumlichen Voraussetzungen. Patienten mit unklaren Herzbeschwerden können in der Chest-Pain-Unit sofort untersucht und einer optimierten Therapie zugeführt werden. Durch eine schnelle Therapie im Falle eines Herzinfarktes kann nicht nur der Herzmuskel gerettet werden, sondern auch die Prognose der Patienten günstig beeinflusst werden“, so PD Dr. Eitel. Gleichzeitig profitieren die Patienten von der unmittelbar benachbarten Expertise der Notfallmedizin, die durch Dr. Sebastian Wolfrum geleitet wird. „Wir freuen uns über den abgeschlossenen Umzug unserer zertifizierten Brustschmerzambulanz und stehen den Betroffenen auch zukünftig jederzeit mit unserer personellen und technischen Hochleistungsmedizin zur Verfügung“, so Professor Holger Thiele, Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Lübeck.

Die Chest-Pain-Unit ist telefonisch jederzeit erreichbar unter 0451 500-6032. Eine telefonische Voranmeldung ist allerdings nicht notwendig.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Medizinische Klinik II (Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin)
PD Dr. Ingo Eitel, Geschäftsführender Oberarzt
Tel.: 0451 500-2501, E-Mail: ingo.eitel@uksh.de

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708