Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin veranstaltet auch 2018 wieder einen nationalen BAA-Screening-Tag zur Diagnose und Information bei Bauchaortenaneurysma (BAA). Die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, nimmt am 5. Mai 2018 aktiv an der bundesweiten Aktion teil und bietet interessierten Bürgern eine persönliche Beratung und Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader. Um telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 0431 500-22020 wird gebeten.
„Unter einem Aortenaneurysma versteht man die krankhafte Erweiterung der großen Körperschlagader, der Aorta, wobei die Bauchschlagader am häufigsten betroffen ist“, erklärt Dr. Rene Rusch, Leitender Oberarzt der Gefäßchirurgie. „Die Betroffenen ahnen in der Regel nichts von dieser potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung. Die Gefäßerweiterung wird oft zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt, da sie sich über einen längeren Zeitraum schleichend entwickelt und selten unmittelbare Beschwerden verursacht. Ab einem bestimmten Durchmesser besteht dann allerdings die Gefahr, dass das Gefäß reißt, was dann eine lebensgefährliche innere Blutung zur Folge hat. Ist allerdings die Gefäßerweiterung bekannt, können in regelmäßigen Abständen Verlaufsuntersuchungen erfolgen mittels Ultraschall oder auch Computertomographie. Im Falle eines operationswürdigen Befundes kann dann eine Ausschaltung des Aneurymas mittels offener Operation oder kathetergestützter Prothese erfolgen. Beide Verfahren sind Routineeingriffe und mit einem niedrigen Risiko verbunden, wenn sie geplant durchgeführt werden können.“
„Die Diagnose Aneurysma trifft Patienten meist aus heiterem Himmel“, erklärt Prof. Dr. Jochen Cremer, Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am UKSH, Campus Kiel. „Doch das muss nicht sein, denn ein mögliches Aneurysma kann frühzeitig und unkompliziert durch eine einfache und schmerzfreie Ultraschall-Untersuchung beim Hausarzt, in einer Klinik oder in unserem Gefäßzentrum festgestellt werden. Wir setzen uns mit dem bundesweiten Aktionstag für das Ultraschallscreening als Präventionsmaßnahme ein.“
Früherkennung kann Leben retten. So belegen internationale Studien, dass durch eine gezielte Frühuntersuchung vor allem bei Männern ab dem 65. Lebensjahr die Anzahl von Notsituationen bei BAA deutlich verringert werden kann und eine Versorgung mit optimalen Ergebnissen in einer stabilen Situation fast immer möglich ist. In anderen europäischen Ländern existieren bereits flächendeckende Screening-Programme zum Aufdecken dieser bedrohlichen Erkrankung.
Termin: BAA-Screening-Tag am 5. Mai 2018 ab 10 Uhr
Ort: Gefäßambulanz des UKSH, Campus Kiel, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Haus 18 / Ausschilderung im Gebäude der Chirurgie), Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel
Um telefonische Voranmeldung unter Tel.: 0431 500-22020 wird gebeten. Weitere Informationen zum BAA-Screening und eine Liste der teilnehmenden Kliniken finden sich unter www.gefaesschirurgie.de
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de
- Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704 - Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708
