Kommt es zu einer Notfallsituation wie beispielsweise einem Zugunglück, einem Chemieunfall oder einem Flugzeugabsturz, bei dem es eine große Anzahl von Verletzten und Erkrankten sowie anderen Geschädigten oder Betroffenen zu versorgen gilt, spricht man von einem Massenanfall von Verletzten, MANV. Für ein solches, hoffentlich niemals eintretendes Szenario, hält das UKSH einen Notfall-Einsatzplan bereit. Dieser regelt sowohl die Ausweitung der Aufnahmekapazität als auch die Nachalarmierung von Personal.
Um auf einen solchen Ernstfall vorbereitet zu sein, beteiligt sich das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, an der Anti-Terror-Übung der Polizei vom 24. auf den 25. April 2018. In der Nacht wird am Campus das Konzept „Ausweitung der Kapazität im Katastrophenfall am UKSH, Campus Lübeck“ geprobt. Hierzu werden ca. 25 (Schauspieler-)Patienten mit unterschiedlich schweren Verletzungsmustern in das UKSH eingeliefert. Dem Konzept entsprechend ist eine Rekrutierung von Personal aus Bereichen mit einer ärztlichen und pflegerischen Mehrfachbesetzung notwendig, um die speziell für solche Ereignisse vorgesehene Sichtungs- und Behandlungsbereiche („Rot Plus“, „Rot“, „Gelb“ und „Grün“) zu etablieren. Dort werden die eingelieferten (Schauspieler-) Patienten entsprechend ihren Verletzungen behandelt und versorgt. Um die Patientenversorgung in diese Nacht nicht zu behindern, werden die Bereiche, aus denen für die Übung Personal rekrutiert wird, ab 1 Uhr doppelt besetzt. Während der gesamten Übung wird der Betrieb der Notaufnahme und des Klinikums normal aufrecht erhalten – die Versorgung „echter“ Patienten hat Priorität.
Ziel der Übung für das UKSH ist eine Überprüfung des Alarmierungssystems und der Alarmierungsketten sowie die personelle Besetzung und die Funktionalität der für die zusätzliche Aufnahme der Patienten notwendigen Behandlungsbereiche. Gemäß Landeskatastrophenschutzgesetz sind alle Kliniken in Schleswig-Holstein dazu verpflichtet, interne Einsatzpläne zur Ausweitung der Kapazitäten vorzuhalten. Die bevorstehende Großübung ist eine Gelegenheit, diese im UKSH detailliert ausgearbeiteten Pläne einem Praxistest zu unterziehen, um die internen Abläufe und logistischen Vorhaltungen weiter zu optimieren.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Presseinformation der Polizei sowie dem Flyer.
Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
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