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UKSH übergibt das Notfallmedizin-Projekt HALLIGeMED an den Kreis Nordfriesland

Mittwoch, 09. Dezember 2020

Nach fast zwei Jahren telemedizinischer Versorgung der Halligen Hooge und Langeneß-Oland durch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) läuft die Förderlaufzeit für das Projekt HALLIGeMED Ende Dezember aus. Gefördert wurde es vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren sowie vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung. Das UKSH-Projekt wurde von mehreren Partnern unterstützt: von der kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, vom Kreis Nordfriesland und von der Leitstelle Nord in Harrislee. Für die Halligbewohner und Touristen wird es aller Voraussicht nach eine Anschlussversorgung geben, entsprechende Planungen werden gerade durch den Kreis Nordfriesland vorgenommen.

Im Projekt HALLIGeMED unterstützen Notfallmedizinerinnen und -mediziner des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) des UKSH die Patientenversorgung bei medizinischen Notfällen unterschiedlicher Dringlichkeit auf den Halligen. Hier liegt die Erstversorgung dieser Patienten oft allein in den Händen einer rettungsdienstlich ausgebildeten Pflegekraft. Durch innovative Technik konnten Vitaldaten live von der Hallig zu der Telemedizinzentrale in Kiel übersandt werden. Zusätzlich standen die Ärztin oder der Arzt und die Halligpflege über Video und Audio in Kontakt. Das stärkte die Versorgung der Patientinnen und Patienten in mehr als hundert Fällen und nicht zuletzt auch die Rechtssicherheit der Pflegekräfte auf den Halligen, oft noch bevor ein Rettungshubschrauber vor Ort sein konnte. Dr. Niels Renzing, ärztlicher Projektleiter von HALLIGeMED und stellvertretender Direktor des IRuN: „Durch frühzeitiges ärztliches Eingreifen konnte in vielen Fällen der Zustand der Patienten vor Eintreffen des Rettungshubschraubers stabilisiert oder verbessert werden. Wir freuen uns, durch das Projekt einen Beitrag zu einer hochwertigen Lebensqualität auf den Halligen geleistet zu haben.“

Für Rückfragen von Journalisten steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Institut für Rettungs- und Notfallmedizin, Dr. Niels Renzing, Tel.: 0431 500-31510, niels.renzing@uksh.de

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