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Was tun, wenn ein Kind sich verbrennt oder verbrüht?

Mittwoch, 06. Dezember 2023

Anlässlich des „Tags des brandverletzten Kindes“ am Donnerstag, 7. Dezember, machen Expertinnen und Experten der Klinik für Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, die Feuerwehr Lübeck und die Teddyklinik auf Gefahren für Kinder und Erste-Hilfe-Maßnahmen aufmerksam. „Unseren Schwerpunkt legen wir in diesem Jahr auf Informationen zu Verletzungen und Verbrennungen die rund um Sylvester vorkommen und häufig durch den falschen Umgang mit Feuerwerkskörpern oder Wunderkerzen verursacht werden“, sagt Dr. Helena Dirksen, Assistenzärztin und Verantwortlich für die Verbrennungssprechstunde an der Klinik für Kinderchirurgie, Campus Lübeck. „Gemeinsam mit der Feuerwehr möchten wir auf die Gefahren aufmerksam machen. Ein Moment der Unaufmerksamkeit kann für Kinder zu monatelangen oder sogar jahrelangen Folgen mit mehreren Operationen, Rehamaßnahmen und Therapien führen“.

Die Klinik für Kinderchirurgie, Campus Lübeck, ist in Schleswig-Holstein das einzige Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder und trägt das Gütesiegel „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“. Jährlich werden hier rund 150 Kinder mit Verbrennungen oder Verbrühungen stationär aufgenommen. Schon eine Temperatur von 52 Grad kann der Kinderhaut erheblich schaden.

Passiert ein Unfall, gilt es, Ruhe zu bewahren und die Gefahrenquelle zu beseitigen. Anschließend sollten die Wunden mit lauwarmem Wasser gekühlt werden und danach sauber abgedeckt werden. Wichtig ist es, die Kinder warm einzupacken, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Bei schweren Verletzungen sollte der Rettungsdienst gerufen werden, kleinere Verletzungen können ambulant behandelt werden.

Die Fachleute der Klinik für Kinderchirurgie haben eine hohe Expertise für die Einordnung der Verbrennungstiefe und -schwere, die von Laien oft schwer einzuschätzen ist, sowie für die daraus folgende bestmögliche Behandlung. In der Klinik versorgt werden die jungen Patientinnen und Patienten mit hochmodernen Verbandsmaterialien, in manchen Fällen wird eine Hauttransplantation notwendig. Schwerbrandverletzte Kinder werden interdisziplinär rund um die Uhr intensivmedizinisch betreut. Auch für die Nachsorge steht eine Spezialsprechstunde für brandverletzte Kinder einmal wöchentlich zur Verfügung. „Unser Anliegen ist es, die jungen Patientinnen und Patienten optimal medizinisch zu versorgen und dabei den Klinikaufenthalt möglichst schmerz- und angstfrei für die Kinder zu gestalten sowie die Familien nach dem belastenden traumatischen Ereignis zu unterstützen und aufzufangen“, sagt Dr. Dirksen.

Die Expertinnen und Experten stehen mit einem Infostand am 7. Dezember von 10 bis 13 Uhr in der Magistrale des Eltern-Kind-Zentrums am Campus Lübeck.

Der jährliche Aktionstag wurde von der Elternvereinigung „Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder e.V.“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Brandheiß! Brandgefährlich! Brandverletzt!“. Mehr Infos: www.paulinchen.de.

Für Rückfragen von Journalistinnen und Journalisten steht zur Verfügung

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Kinderchirurgie, Dr. Helena Dirksen,
Tel.: 0451 500-76709, helena.dirksen@uksh.de


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Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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