Spektrum

Forschung

Arbeitsmedizin ist präventivmedizinisch auf die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Beruf ausgerichtet. Ziel ist es, das Risiko berufsbedingter Erkrankungen und Beanspruchungen zu identifizieren, zu beseitigen, zu verringern oder auch eine berufliche Rehabilitation und Wiedereingliederung zu fördern. Die Verhütung oder Verringerung arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdungen ist dabei eng mit gesunder und sicherer Arbeitsgestaltung wie auch den individuellen Voraussetzungen des Menschen verbunden. 

Das Institut für Arbeitsmedizin, Prävention und Gesundheitsmanagement (LIA) führt drei zentrale Forschungs- und Handlungsfelder auf der Verhaltens- und Verhältnisebene zusammen. In unserem Verständnis ist dies die Voraussetzung, um berufsbezogene Risiken wie auch Ressourcen zu identifizieren und den systematischen Transfer der Erkenntnisse in die Arbeitswelt zu ermöglichen und zu sichern:

  • vorausschauend analysieren (Prävention),

  • fokussiert stärken (Arbeitsmedizin),

  • integrieren und evaluieren (BGM)

Das Institut LIA möchte einen Beitrag leisten, durch wissenschaftlichen Erkenntniszuwachs Arbeit gesund und sicher zu gestalten und Gesundheitspotenziale zu stärken. Dafür befasst sich das Institut interdisziplinär mit arbeitsmedizinischen, arbeitspsychologischen und arbeits- und gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen.

Zentrale Forschungsschwerpunkte bilden derzeit muskulo-skelettale Erkrankungen (MSE) sowie die psychische Gesundheit erwerbstätiger Menschen im Wandel der Arbeit.

Neben diesen beiden Themensträngen werden eine Vielzahl von Studien und Begleitforschungsprojekte in weiteren Feldern der Arbeitsgesundheit realisiert, häufig in enger Kooperation mit Unternehmen.

Transfer in die Unternehmen

Das Institut LIA führt Wissenschaft und Praxis zusammen. Fokus ist es, Erkenntnisse im engen Austausch mit den betrieblichen Akteuren und für den betrieblichen Alltag zu gewinnen. Gern unterstützen wir Unternehmen deshalb zu ausgewählten Fragestellungen. Es wird ein Spektrum an arbeitsmedizinischen Leistungen, wissenschaftlich fundierten Analyse- und Präventionskonzepten sowie wissenschaftlicher Begleitung und Evaluationen von Projekten angeboten.

Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin trägt maßgeblich zum Erhalt, zur Förderung und zur Stärkung von Erwerbstätigkeit und der damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stabilität, zu gesunden Lebenswelten wie auch zum Wohlbefinden und Gesundheit des Einzelnen bei. Nicht zuletzt durch die Covid-19-Pandemie wurde und wird die hohe arbeits- und betriebsmedizinische Relevanz deutlich. Das Institut LIA leistet vielfältige Beiträge zur Stärkung der Arbeitsmedizin, beteiligt sich an curricularen Weiterbildungsprogrammen für zukünftige Arbeitsmediziner*innen, initiiert Erfahrungsaustausche & Wissenstransfer, begleitet Unternehmen arbeitsmedizinisch und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Darüber hinaus vertritt das Institut die arbeitsmedizinische Lehre am Campus der Universität zu Lübeck.