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Die Hornhaut-Transplantation

Schilderung des Ablaufes im OP und der Nachbehandlung

Definition:
Verschiedene Erkrankungen der Hornhaut können durch eine Gewebetransplantation gebessert werden. Die Hornhauttransplantation wird oft als Keratoplastik bezeichnet. Bisher gibt es kein künstliches Gewebe, welches langfristig vertragen wird. Gute Erfolge sind mit der Verpflanzung von menschlichen gespendeten Hornhäuten erreichbar.

Spender-Hornhäute:
Die Spender-Hornhaut wird von uns vor der Verpflanzung untersucht, ob sie ausreichend gesunde Zellen aufweist und keimfrei ist. Jeder Hornhaut-Spender wird möglichst umfassend untersucht, so dass eine Übertragung einer Erkrankung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist.

Methoden der Keratoplastik:
In den meisten Fällen wird die Gewebeverpflanzung durchgreifend erfolgen, d. h. alle fünf Hornhautschichten werden vollständig ersetzt (perforierende Keratoplastik). Überwiegend wird ein Durchmesser der Transplantate von 7 bis 8 mm verwendet. In bestimmten Fällen werden nur oberflächliche Zell-Lagen verpflanzt. Es handelt sich dann um eine lamelläre Keratoplastik.

Ablauf einer Transplantation im OP:
In der Universitäts-Augenklinik Kiel wird dieser Eingriff in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Bei dem Eingriff wird ein Scheibchen der eigenen getrübten oder verkrümmten Hornhaut ausgestanzt und durch eine klare Spender-Hornhaut ersetzt. Das Hornhauttransplantat wird durch kaum sichtbare dünne Nähte verankert.

Stationärer Aufenthalt:
Da die Wundheilung noch in der Klinik überwacht werden muss, ist mit einem stationären Aufenthalt von etwa einer Woche nach der OP zu rechnen.

Nachsorge, Kontrollen:
Um die neue Hornhaut zu schützen, ist es notwendig, nachts mindestens 4 Wochen nach Entlassung eine durchsichtige gelöcherte Augenklappe zu tragen. Diese wird bei Entlassung mitgegeben.
Außerdem erhalten die Patienten einen Termin für eine Kontrolluntersuchung in unserer Keratoplastik-Sprechstunde und einen Plan über Augentropfen und -salben, die angewendet werden müssen. Diesen Plan bitte bei jeder Kontrolluntersuchung mitbringen!

Medikamente:
Bei einigen Patienten ist das Risiko einer Transplantatabstoßung erhöht. In diesen Fällen versuchen wir über eine Gewebetypisierung (HLA-Antigene) eine möglichst gut zum Empfänger passende Spenderhornhaut zu finden. Hierzu kooperieren wir mit dem Institut für Immunologie und Eurotransplant/Bio Implant Services/Leiden in den Niederlanden. Wir versuchen, die Abstoßungsbereitschaft nur in seltenen Fällen mit Medikamenten zu dämpfen, die die Abwehrbereitschaft unspezifisch senken. Eingesetzt werden z. B. Cortisontabletten. Diese können zu erhöhten Blutzuckerwerten führen. Diabetiker sollten in dieser Zeit den Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren lassen.

Ein weiteres Medikament, das wir nach der Operation zur Verhütung von Abstoßungen einsetzen, heißt Cyclosporin bzw. Sandimmun®. Bei der Einnahme dieses Medikamentes muss regelmäßig eine Blutspiegelbestimmung des Medikamentes und der Nierenwerte erfolgen.

Weiter wird auch Mycophenolmofetil (Cellcept®) eingesetzt. Bei allen Medikamenten ist die Mitbetreuung durch den Hausarzt oder Internisten erforderlich.