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Netzhautablösung- Amotio retinae

Netzhautablösung

Foto: Sehstörung bei Netzhautablösung

Die Netzhautablösung ist eine relativ seltene Augenerkrankung, die unbehandelt früher meist zur Erblindung führte. Zur Zeit sind diverse Operationsmethoden verfügbar, die zur Erhaltung der Sehfähigkeit angewendet werden können. Eine Netzhautablösung entsteht im Großteil der Fälle durch ein Loch in der Netzhaut, welches nach einem Unfall, durch Zugkräfte des Glaskörpers im Auge oder typischerweise bei kurzsichtigen Menschen auftritt. Kommt es durch die natürlichen Heilungskräfte des Auges nicht zum Verschluss, dann kann Flüssigkeit aus dem Glaskörperraum hinter die Netzhaut fließen und sie von ihrer Unterlage trennen. Wird sie operativ nicht innerhalb einer gewissen Frist wieder zur Anlage gebracht, so kann sie ihre Funktionsfähigkeit verlieren und der Patient wird an dieser Stelle einen Gesichtsfeldausfall behalten. Im frühen Stadien kann das verursachende Netzhautloch oder eine kleine begleitende Netzhautablösung durch Umstellung mit dem Argon-Laser verödet werden. In fortgeschritteneren Stadien umfassen die operativen Möglichkeiten heute die Plombage (Unterfütterung des Lochbereiches von außen), die Cerclage (ein Bändchen, das im größten Durchmesser von außen um das Auge geschlungen wird), die Vereisung (die Verödung des Lochbereiches durch Applikation von flüssigem Stickstoff), die Vitrektomie (Glaskörperentfernung) und die Füllung mit Silikonöl oder resorbierbaren synthetischen Gasen.

Im allgemeinen werden diese Eingriffe in Narkose vorgenommen.

Was bemerken die Betroffenen?

Die ersten Vorboten erscheinen harmlos: vor den Augen tanzen schwarze Pünktchen, es zucken kurze Lichtblitze auf. Später legt sich ein schwarzer Schleier vor den Blick, der auf und ab oder seitlich wandern kann. Bei diesen Anzeichen wird es höchste Zeit, einen Augenarzt aufzusuchen.

Wie kommt es zur Netzhautablösung?

Die Netzhautablösung erfolgt in der Regel spontan, kann aber auch durch eine Augenverletzung ausgelöst werden. Meist geht ihr ein Netzhautriss voraus. Besonders häufig tritt sie bei stark Kurzsichtigen auf, deren Netzhaut bereits sehr gedehnt ist, manchmal auch nach einer Grauen Star-Operation. Aufgrund des Risses sammelt sich Augenflüssigkeit zwischen der Netzhaut und der darunter liegenden Aderhaut. Dadurch werden beide voneinander getrennt.

Warum ist eine sofortige Behandlung nötig?

Wird die Netzhautablösung operativ nicht innerhalb einer gewissen Frist wieder zur Anlage gebracht, so kann sie ihre Funktionsfähigkeit verlieren und der Patient wird an dieser Stelle einen Gesichtsfeldausfall behalten.

Welche Arten der Behandlung gibt es?

In der Regel erfolgt eine chirurgische Behandlung des Netzhautrisses. Auf die äußere Schicht des Auges (Sklera) kann über die abgelöste Stelle ein Silikonschwamm genäht werden, so dass die Netzhaut wieder Kontakt mit der darunter liegenden Schicht, der Aderhaut, bekommt. So kann die Flüssigkeit, die sich zwischen Aderhaut und Netzhaut befindet, wieder abgebaut werden. Danach wird die Netzhaut durch Kältechirurgie oder mit dem Laser wieder fixiert. Wenn sich die Macula noch nicht abgelöst hatte, können sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Im fortgeschrittenen Stadium stehen zusätzliche mikrochirurgische Operationsverfahren zur Verfügung.

 

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