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Projekt: UKSH Kohorte

Die UKSH-Kohorte ist eine Sammlung von Biomaterialien und medizinischen Daten der Patienten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, die der Nutzung ihrer Materialien für die medizinische Forschung durch eine Einwilligungserklärung zugestimmt haben. Das neue Einwilligungsverfahren, der "Broad Consent", wurde 2017 am Kieler Campus des UKSH eingeführt und überzeugte bereits in einer umfangreichen Studie durch seine hohe Patientenakzeptanz (85 % positive Rücklaufquote; Richter et.al. 2017).

Die Materialien und Patientendaten der UKSH-Kohorte werden im Rahmen der Infrastruktur der „Healthcare-embedded Biobank“ am UKSH in Kiel gesammelt, die von der medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gefördert wird. Bei der „Healthcare-embedded Biobank“ steht das versorgungsnahe Vorgehen im Klinikalltag im Vordergrund. Es wird daher eine geeignete Logistik genutzt, die neben der Auswahl, Herstellung und Prozessierung der Biomaterialien, die im Routinebetrieb gewonnen werden, auch die Extraktion forschungsrelevanter Daten aus Labor- und Krankenhausinformationssystemen unterstützt.

Innerhalb der nächsten 3 Jahre wollen wir einen umfassenden genetischen Datensatz von mehr als 50.000 Patienten erstellen. In einer Pilotstudie haben wir gezeigt, dass wir innerhalb von 3 Monaten mehr als 3.000 DNA-Proben sammeln und verarbeiten können. In Bezug auf diese Proben wurden über 30.000 ICD-Diagnoseschlüssel (im Durchschnitt 15 Diagnoseschlüssel pro Probe) extrahiert. Um die Probenzahlen weiter zu erhöhen, werden die Labor- und IT-Abläufe in den nächsten Wochen optimiert. Dies wird unter anderem erreicht, indem zusätzliche klinische Abteilungen, in denen Patienten mit entzündungsbedingten Erkrankungen behandelt werden, in das Programm aufgenommen werden."