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Der autologe Fetttransfer - Lipotransfer

Das abgesaugte vitale Fett kann sinnvoll weiterverwendet werden, zum Beispiel zur nachhaltigen Korrektur von Volumendefiziten oder Asymmetrien der Brust oder zum Wiederaufbau einer natürlichen Brust.

Der sogenannte autologe Fetttransfer (auch Eigenfett-Transplantation genannt) ist beinahe 120 Jahre alt. Das Verfahren selbst hat eine bewegte Geschichte hinter sich – von Euphorie über erste Komplikationen bis zum Verbot. Inzwischen hat sich der Eigenfetttransfer als sichere und wirksame Methode bewährt.

Der wasserstrahl-assistierte Fetttransfer

In den vergangenen Jahrzehnten wurden verschiedene Techniken der Fettgewinnung und –aufbereitung entwickelt. Insbesondere das Sammeln und Aufbereiten von Fett zur Eigenfett-Transplantation war bisher häufig ein umständlicher und zeitaufwändiger Prozess.

Hingegen erübrigt die fettschonende und effiziente wasserstrahl-assistierte Fetttransplantation das aufwändige Zentrifugieren sowie jegliche weitere Aufbereitung des Fettgewebes. Das gewonnene Fett wird in einem speziellen Behälter sanft von der verbleibenden Flüssigkeit getrennt und ermöglicht den unmittelbaren wasserstrahl-assistierten Fetttransfer.

Dabei eignet sich das körpereigene Fett ideal zur Körperformung: Es ist ein formbarer natürlicher Stoff, der weder allergische Reaktionen noch Abwehrreaktionen auslöst.

Dennoch ist die Eigenfetttransplantation bzw. die Verwendung von Eigenfett als „Filler“ weitaus weniger bekannt als Hyaluronsäure, Kollagen oder Silikonkissen. Woran liegt das?

Fehler in der Vergangenheit

Vordergründig lag es an den Komplikationen, die auftraten und an den noch heute teilweise widersprüchlichen Informationen.

Fettzellen sind von Natur aus ausgesprochen fragil. Komplikationen mit zerstörten Fettzellen begründeten damals den schlechten Ruf der Fettverpflanzung.

So kam es unter anderem zu Entzündungsreaktionen bei abgestorbenem und nicht eingeheiltem Fettgewebe, Verkalkungen und Ölzystenbildung.

Auch konnten mit den damaligen Verfahren der Fetttransplantation keine verlässlichen Ergebnisse erzielt werden, denn die autologe Fetttransplantation galt als problematisch.

Heute weiß man, dass früher aufgetretene Komplikationen (Ölzysten, Verkalkungen) aus Fehlern bei der Fettgewebsgewinnung, der Aufbereitung und der erneuten Einbringung in den Körper herrührten. Es gilt, das körpereigene Fett möglichst schonend zu gewinnen, aufzubereiten und zu reinjizieren, um planbare, verlässliche und bleibende Ergebnisse zu erzielen.

In den 1980er-Jahren gelang es dem Amerikaner Sydney R. Coleman erstmals, unversehrte Fettzellen zu gewinnen. Coleman saugte mit geringem Unterdruck Körperfett durch Kanülen ab. Dieses Verfahren dauerte sieben Stunden. Ein Großteil der Zellen wurde beschädigt, die intakten Zellen mussten mit einem Zentrifugalverfahren isoliert werden. Aber der Anfang war gemacht.

Heute werden mehrere Verfahren der Fettgewinnung und des Fetttransfers angeboten: eines davon ist AquaShape®. Bei der Behandlung mit AquaShape® wurde die Gewinnung (Fettabsaugung) und Aufbereitung von Eigenfett (ohne Zentrifugieren) entschieden verbessert.

Verbesserte und schonende Fettgewinnung

Je unversehrter und vitaler das gewonnene Fett, desto besser ist die Aussicht auf ein erfolgreiches Einwachsen der injizierten Fettzellen. Denn nur unversehrte Fettzellen können anwachsen, zerstörte baut der Körper ab.

Um unversehrte Fettzellen zu gewinnen, muss unter anderem mechanischer Stress, ein hohes Vakuum sowie ein ausgiebiger Kontakt mit der Narkoselösung (meist Tumeszenzlösung) vermieden werden.

Mit der wasserstrahl-assistierten Liposuktion können qualitativ hochwertige Mikro-Fettgewebstropfen gewonnen werden, indem die Beeinträchtigung durch mechanische Krafteinwirkung, der hohe Absaugdruck, die Tumeszenzlösung und das unnötige Hantieren reduziert werden.

Dank der sanften Kraft des Wasserstrahls werden die Fettzellen schonend aus dem Gewebeverbund gelöst. Der Druck des feinen, fächerförmigen Wasserstrahls ist den unterschiedlichen Bindegewebsstrukturen angepasst, so dass gezielt Fettzellen aus dem Gewebe gelöst und gleichzeitig abgesaugt werden können.

Auch wird bei der wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung das Gewebe durch die geringe Menge an Narkoselösung (Tumeszenzlösung) kaum beeinflusst. Die Fettzellen werden entsprechend kaum zerstört, sondern bleiben intakt und unbelastet und können als vitale Fettzellen abgesaugt werden.

Schonende Aufbereitung ohne Zentrifugieren

Während der wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung wird das abgesaugte Fett in einem sterilen geschlossenen System aufgefangen, gefiltert und gesammelt.

Das abgesaugte Fettgewebe und die Spülflüssigkeit werden sofort durch den physikalischen Auftrieb und der Schwerkraft unter Vakuum getrennt. Das macht das Zentrifugieren oder eine zusätzliche Behandlung des Fettes vor der Transplantation überflüssig.

Der Wassergehalt des auf diese Weise gewonnenen Fettgewebes beträgt etwa 15%. Dies erleichtert zusätzlich die Verteilung des transplantierten Fettgewebes im Empfängergewebe, beispielsweise in der Brust oder im Gesicht.

Die Vorteile auf einen Blick

Synergetischer Effekt

  • Natürliche und umfassende Körperformung mit körpereigenem Stoff
  • Fettabsaugung formt den Körper zusätzlich

Natürliches Aussehen 

  • Natürlich aussehende Brüste, Po, Gesicht oder Hände ohne Verwendung von Fremdkörpern, stattdessen eigenes natürliches Fettgewebe
  • Kaum sichtbare Narben

Nachhaltig

  • Langlebige Ergebnisse, die nur den körpereigenen natürlichen Gesetzen unterliegen (wie der natürliche Alterungsprozess)
  • Keine wiederholten Operationen notwendig (beispielsweise aufgrund einer Kapselfibrose oder aufgrund beschädigter oder verrutschter Implantate)

Schonendes und sicheres Verfahren

  • Schont das umliegende Gewebe
  • Verhältnismäßig weniger Blutergüsse und Schwellungen
  • Behandlung unter lokaler Betäubung (Lokalanästhesie) möglich
  • Sehr geringe Medikamentenbelastung (ca.70% weniger Narkoselösung als bei herkömmlichen Fettabsauge-Verfahren)
  • Schneller Heilungsverlauf

Weitere Anwendungen

  • Ausgleich von Brustasymmetrien
  • Ausgleich von Volumendefiziten nach Kapselfibrose