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Die Brust

Der Aufbau der Brust

Auf den Rippen liegt die Brustmuskulatur (kleiner und großer Brustmuskel). Auf dem großen Brustmuskel liegt durch eine Bindegewebsschicht getrennt die Brüstdrüse. Die Brustdrüse ist aufgegliedert in Milchkanäle (Duktus) und Milchläppchen (Lobus). Die Milchkanäle sind stark verzweigt und münden an der Brustwarze, die feinst verzweigten "Gänge" führen zu den an den Enden befindlichen Milchläppchen. Zwischen diesen Drüsenstrukturen findet sich Bindegewebe und Fettgewebe.

Die Form und Größe der Brust ist abhängig von der individuellen Verteilung der unterschiedlichen Gewebearten. Außerdem verändert sich die Form und Größe unter dem Einfluss von Hormonen. In der Jugend ist das Brustdrüsengewebe deutlich dichter und fester als im höheren Alter. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit verändern sich die Brustform und die Größe. Viele Frauen beobachten bei sich selbst die Veränderungen während des Menstruationszyklus.

Aufbau der Achselhöhle

Durch die Achselhöhle laufen verschiedene anatomische Strukturen: Venen, Arterien, Nerven und die Lymphbahnen. Sie sind in Fettgewebe eingebettet. Die für Brusterkrankungen wichtigsten Lymphbahnen und Lymphknoten liegen im unteren Anteil der Achselhöhle, die genauer mit Level I und II bezeichnet werden. Level III liegt bereits oberhalb der eigentlichen Achselhöhle (siehe Bild). Das Lymphsystem des Körpers hat die Aufgabe, die Lymphflüssigkeit zu filtern und damit Unerwünschtes zu entfernen. Es ist ein weit verzweigtes Drainagesystem, in dem die Lymphgefäße die Lymphknoten miteinander verbinden. Neben den in der Achselhöhle liegenden Lymphknoten befinden sich weitere Lymphknoten unter anderem unter dem Brustbein.

Knoten in der Brust

70 Prozent aller von Frauen getasteten Knoten in der Brust sind gutartig. Trotzdem sollten alle neu aufgetretenen Veränderungen abgeklärt werden, um sicher zu sein, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Da bösartige Veränderungen in der Brust im Frühstadium sehr gut behandelt werden können, ist es um so besser, je früher diese erkannt werden. Der weitaus größere Teil aller Patientinnen mit Brustkrebs kann geheilt werden.

Gutartige Veränderungen

Sehr häufig treten gutartige Tumoren der Brust auf, z. B. Zysten, Fibroadenome, Fettgewebsnekrosen. Diese können das umliegende Gewebe nicht zerstören, sondern verdrängen die gesunden Brustzellen. Sie können auch nicht in andere Gewebearten vorwachsen. Häufig reicht es, gutartige Tumore im Verlauf zu beobachten.

Bösartige Tumoren

Auch bei den bösartigen Tumoren gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Formen. Die häufigsten gehen vom Milchgangssystem (duktales Karzinom) oder den Drüsenläppchen (lobuläres Karzinom) aus. Bösartige Tumore (auch Karzinom, Malignom oder Neoplasie genannt) verdrängen nicht das umgebende Gewebe, sondern zerstören die umliegenden Zellen. So können Krebszellen auch in den Brustmuskel oder in die Haut einwachsen. Außerdem können Zellen bösartiger Tumoren streuen. Dies geschieht meist zunächst in die Lymphknoten in die Achselhöhle, aber auch andere Organe des Körpers können betroffen sein. Diese Tochtergeschwülste nennt man Metastasen.

Um eine genaue Unterscheidung zwischen Gutartigkeit und Bösartigkeit treffen zu können, wird neben der Mammographie und dem Ultraschall eventuell eine Gewebeentnahme in örtlicher Betäubung durchgeführt. Diese wird im Institut für Pathologie feingeweblich untersucht. Die exakte histologische Diagnose wird in der Regel innerhalb von 48 Stunden mitgeteilt. Im Falle der Bösartigkeit werden an dem Tumorgewebe gleich noch einige für die weitere Behandlung und Prognoseeinschätzung wichtige Zusatzuntersuchungen (Hormonerezeptor- und HER2-Rezeptorbestimmung) durchgeführt.