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Operative Therapie

Frau Dr. Baumann hat durch OnkoZert, der Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesell- schaft, die Anerkennung zum „Senior Mammaoperateur“ erhalten.

Dieses Zertifikat zeichnet Ärzte als besonders erfahrene und qualifizierte Operateure von Krebserkrankungen der weiblichen Brust aus. Durch OnkoZert werden operative Eingriffe hinsichtlich Verfahren, Erfolg und eventueller Komplikationen überprüft. Als Senior Mamma- operateur in einem zertifizierten Brustzentrum wird nur ausgezeichnet, wer die entsprechen- den Qualifikationen erfüllt.

Sollte eine operative Therapie von Tumoren notwendig werden, so ist neben dem obersten Gebot der Sicherheit ein gutes kosmetisches Ergebnis besonders wichtig. In mehr als 70 Prozent kann auch bei größeren Tumoren ein brusterhaltendes Vorgehen gewählt werden. Abhängig von der Größe und von der Lage des Tumors, der Größe und Form der Brust und auch von den individuellen Wünschen und Vorstellungen der Frau, stehen unterschiedliche Operationsmethoden zur Verfügung. Beispiele der im Mammazentrum durchgeführten Operationsmethoden:

1. Drüsenlappenplastik

Ist der Tumor klein und hat die Brust eine entsprechende Größe, ist die einfache Entfernung des Knotens ohne weitere Veränderungen des übrigen Brustdrüsenkörpers möglich. Unter dem meist nur sehr kleinen sichtbaren Schnitt wird das Brustdrüsengewebe so zusammengefügt, dass keine Einziehungen entstehen.

2. Haut- und Drüsenlappenplastiken

Die Verschiebelappentechnik ermöglicht es, einen Tumor mit der darüber liegenden Haut aus verschiedenen Anteilen der Brust zu entfernen. Um den Defekt wieder zu verschließen, wird gesundes Haut- und Drüsengewebe verschoben und fixiert. Durch die Neuformierung der Brust wird diese geringfügig kleiner.

3. Reduktionsmastopexien

Bei größeren Brüsten können auch relativ große Tumoren aus allen Lokalisationen der Brust entfernt werden, in dem die Brust verkleinert wird. Mit dem gesunden Gewebe wird dann eine formschöne Brust neu gebildet. Wichtig ist bei dieser Technik, dass die Gegenseite an die neue Brust angepasst wird, was in gleicher Sitzung erfolgen kann.

4. Expander- und Implantateinlagen

In manchen Fällen ist die Verwendung von Fremdmaterialien (Implantate oder Expander) notwendig, wenn der Brustdrüsenkörper komplett entfernt werden muss. Hierdurch ist ein Brustaufbau möglich, der der Form der ursprünglichen Brust sehr nahe kommt. Teilweise wird zum Austausch des Expanders gegen ein Implantat eine zweite Operation notwendig.

5. Myokutane Lappenplastiken

(Latissimus dorsi- Flap, Tram-Flap): In manchen Fällen können die Defekte, die durch große Tumoren entstanden sind, durch Eigengewebe gedeckt werden. Hierzu kann ein Muskelhautgewebe vom Rücken oder auch aus der Bauchhaut in den Brustbereich verschoben werden.

6. Plastische Operationen

Bruststraffung (Lifting)

Durch die normalen Prozesse des Alterns aber auch durch andere Faktoren kann es zu einer Erschlaffung der Brust kommen. Das Lifting entspricht einer Straffung der Haut der Brust, wodurch eine stark hängende Brust wieder prall und formschön erscheinen kann. Auf Implantate (Fremdkörper) kann hier vollkommen verzichtet werden.

Brustverkleinerung (Reduktionsplastik)

Bei vielen Patientinnen entsteht eine Belastung durch die Größe der Brust im Vordergrund. Hierdurch kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen, angefangen bei Schnürfurchen durch die BH-Träger über Kopf- und Nackenschmerzen bis hin zu orthopädischen Beschwerden durch die Fehlbelastung des Rückens. Die Verkleinerung der Brust wird durch die Entfernung von Haut und Brustdrüsengewebe und die Versetzung der Brustwarze an einen höheren Ort erreicht. Die Brust wird kleiner und neu geformt.

Brustvergrößerung (Augmentation)

Verschiedene Ursachen können zu dem Wunsch nach einer Brustvergrößerung führen. Häufig ist das Erschlaffen der Brust nach Schwangerschaft mit anschließender Stillzeit, aber auch ganz normale Alterungserscheinungen der Grund für den Wunsch nach einer Brustvergrößerung. Brustimplantate sind weiche Kissen, die meist hinter dem Brustmuskel platziert werden.

Korrektur von Fehlbildungen

Auch bei angeborenen Fehlbildungen kann nach einer genauen Planung ein ansprechendes kosmetisches Ergebnis erreicht werden. Die Planung ist hier sehr individuell vorzunehmen.

7. Entfernung von (Wächter-) Lymphknoten in der Achselhöhle

Bei bösartigen Erkrankungen der Brustdrüse können auch die Lymphknoten in der Achselhöhle betroffen sein. Zur Überprüfung ist auch hier eine Operation notwendig. In bestimmten Situationen bieten wir Patientinnen das Verfahren der Entfernung des Wächterlymphknotens an.

Was bedeutet das?

Inzwischen ist bekannt, dass die Lymphe aus der Brust unter anderem über die Achselhöhle abfließt. Zellen aus einem Tumor in der Brust können sich auf diesem Weg in der Achselhöhle ansiedeln. Man weiß, dass es immer eine bestimmte Lymphknotengruppe gibt, die als erstes diese Zellen auffängt. Diese Lymphknoten nennt man Wächterlymphknoten oder Sentinel node. Um zu wissen, ob schon Krebszellen aus der Brust in die Achselhöhle gelangt sind, reicht es, diesen ersten Lymphknoten oder die erste Lymphknotengruppe zu entfernen. Liegen hier keine befallenen Zellen vor, nimmt man an, dass auch alle anderen Lymphknoten nicht befallen sind. Auf diese Weise kann man bei kleineren Tumoren und nicht tastbar vergrößerten Lymphknoten auf einen weitere Operation der Achselhöhle verzichten.

Vor der Operation wird der Wächterlymphknoten mit einem leicht radioaktiven Material markiert. In Zusammenarbeit mit unserer Nuklearmedizinischen Abteilung kann man ihn dann mit einer Gamma-Kamera auf einem Bild sichtbar machen. Während der Operation wird zusätzlich durch eine blaue Lösung der Lymphknoten angefärbt. Während der Operation wird mit Hilfe der Gamma-Sonde und nach dem gezielten Aufsuchen blauer Lymphknoten der Wächterlymphknoten oder die Lymphknotengruppe gezielt entnommen und zur Untersuchung an den Pathologen weitergeleitet. Hier wird das Lymphknotengewebe in einem sogenannten Schnellschnittverfahren hinsichtlich der Frage eines Tumorbefalls untersucht. Die Beantwortung dieser Frage wird dem Operateur in der Regel innerhalb von 20 bis 30 Minuten mitgeteilt. Ist das Lymphknotengewebe befallen (Bild X), so wird, wie sonst üblich, die Achselhöhlenoperation durchgeführt. Bei fehlendem Metastasennachweis ist es nicht notwendig, weitere Lymphknoten zu entfernen. Durch das Wächterlymphknotenverfahren kann ein großer Teil der Patientinnen vor unangenehmen Nebenwirkungen wie z.B. ein Lymphödem, eine Bewegungseinschränkung des Armes oder Sensibilitätsstörungen bewahrt werden.