Lungenmetastasen

(Tochtergeschwulste)

Hierunter versteht man Tochtergeschwulste anderer Tumoren in der Lunge. Die Möglichkeit einer thoraxchirurgischen Resektion hängt von der Art des Primärtumors, dem Krankheitsverlauf, dem Allgemeinzustand und vor allem vom Ausmaß der Tumorausbreitung ab. Eine Resektion ist in der Regel dann sinnvoll, wenn der Primärtumor bereits erfolgreich therapiert wurde und neben den Lungenmetastasen idealerweise keine weiteren Tumorherde vorhanden sind.

Die Indikationsstellung zur Entfernung von Lungenmetastasen erfolgt immer interdisziplinär im Tumorboard mit den Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und den primär behandelnden Fachexperten des Primärtumors. Häufig wird die Entfernung der Lungenmetastasen in einem Gesamtkonzept mit zusätzlicher Chemotherapie durchgeführt. 

Das Ausmaß der Resektion richtet sich insbesondere nach der Anzahl und Größe der Metastasen ab. Wenn möglich, wird die OP minimalinvasiv per video-assistierten Thorakoskopie(VATS) oder mit dem DaVinci- Roboter durgeführt. 

Als eines von wenigen Zentren in Norddeutschland verfügt die Thoraxchirurgie über einen speziellen OP Laser mit dem gewebesparend Lungenmetastasen zielgenau entfernt werden können. Insbesondere bei dem Nachweis von mehreren Metastasen ist dieses von großem Vorteil. Je nach Befund kann die Thoraxchirurgie am UKSH Kiel die Laserresektion auch minimalinvasiv anbieten.