Mesotheliom

Das Mesotheliom ist eine seltene Krebsform des Rippenfells (Pleura). Es wird in den meisten Fällen durch Kontakt mit Asbestfasern verursacht. Das Auftreten der Erkrankung erfolgt meist erst 20-30 Jahren nach Kontakt zu asbesthaltigen Materialien. Diese Exposition ist häufig im Rahmen der beruflichen Tätigkeit (z.B. beim Schiffbau) aufgetreten. Daher kann das Mesothelium auch als Berufskrankheit anerkannt werden.

Typische Symptome sind je nach Stadium der Erkrankung Husten, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen. Wird im Röntgen bzw. der Computertomographie die Verdachtsdiagnose gestellt, sollte eine feingewebliche Sicherung erfolgen. Diese kann je nach Befund durch Nadelbiopsie oder Videothorakoskopie (VATS) mit Probenentnahme gesichert werden.

In diesem Falle sollte eine weitere Diagnostik (PET-CT, Lungenfunktionsprüfung) erfolgen, um eine stadiengerechte Therapie einleiten zu können. Diese müssen dem Allgemeinzustand des Patienten angemessen sein.

In Abhängigkeit der Tumorausdehnung und des Allgemeinzustand kommen verschiedene operative Verfahren zum Einsatz. Diese reichen von der minimalinvasiven Verklebung des Rippenfellraums zur symptomatischen Behandlung von Ergüssen mit Talkumpulver über die komplette Entfernung des tumorbefallenen Rippen- und Lungenfells bis hin zur kompletten Entfernung des Lungenflügels. Diese kann gegebenenfalls um eine Hypertherme Intrathorakale Chemotherapie (HITOC) ergänzt werden.

In der Regel wird die Entfernung des Tumors in Kombination mit Chemo- und/oder Strahlentherapie durchgeführt.  Die optimale Therapie wird immer interdisziplinär im Tumorboard mit Onkologen, Strahlentherapeuten, Pulmologen und Radiologen festgelegt.