Auf der 131. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie wurden im April zwei Mitarbeiter der Klinik für ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit hoch anerkannten Preisen ausgezeichnet. Die Wissenschaftler und Mitglieder der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erhielten Preise auf dem Gebiet der Leberregeneration und Adipositasforschung sowie auf dem Gebiet der roboter-assistierten Chirurgie.

Dr. Markus Ahrens (44), Oberarzt der Klinik, aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Clemens Schafmayer, erhielt den begehrten Fritz-Lindner-Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag des Kongresses. Die Arbeitsgruppe, die sich mit Lebererkrankungen und Adipositasmedizin beschäftigt, konnte aufzeigen, dass sich die nicht-alkoholische Fettleber-Erkrankung (NAFLD) nach Adipositasoperationen zurückbildet. Leberbiopsien, die während der Operation und im Verlauf der Nachsorge durchgeführt wurden, wiesen bestimmte epigenetische Veränderungen der DNA und mRNA-Expression auf. Somit konnte erstmals eine behandlungsinduzierte epigenetische Veränderung im Menschen nachgewiesen werden, die ursächlich für dieses sogenannte Remodeling, also die Rückbildung der nicht-alkoholischen Fettleber ist. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden im vergangenen Jahr in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism 2013, 6: 296-302“ publiziert.

Prof. Dr. Jan-Hendrik Egberts (40), leitender Oberarzt der Klinik, erhielt den diesjährigen Preis für das beste Operationsvideo. Er präsentierte eine erstmals in Deutschland durchgeführte roboter- assistierte minimal-invasive Speiseröhren-resektion. „Diese Auszeichnung ist ein wichtiges Signal aus der Fachgesellschaft für die zukünftige Entwicklung der roboter-assistierten Chirurgie“, sagte Klinikdirektor Prof. Dr. Thomas Becker. „Wir sind stolz, dass sich eine zukunftsträchtige Chirurgie am Campus Kiel weiter
entwickelt.“