Peritonealkarzinose (Bauchfellkrebs)

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Ansprechpartner

PD Dr. med. Markus Zimmermann

Klinik für Chirurgie
Oberarzt, Kolorektale Chirurgie, PJ- und Unterrichtsbeauftragter
Tel.: 0451 500-40117Fax: 40104

Direkter Kontakt zu unseren Spezialisten - Mobil: 0177 264 2032

Als Peritoneal- oder Pleurakarzinose bezeichnet man den Befall des Bauch- oder Brustfells mit bösartigen Tumorzellen. Meistens handelt es sich dabei um Metastasen, also um Tochtergeschwülste eines Ausgangstumors in Magen, Darm oder Eierstöcken. Im Bereich des Brustfells ist häufig ein malignes Pleuramesotheliom, das durch Asbest verursacht wird, Ursache der Pleurakarzinose.

Lange verstand man diese beiden Krankheitsbilder als Ausdruck einer generalisierten Tumorerkrankung, welche sich kaum mehr kurieren ließ. Heute aber gelangen Patienten durch moderne interdisziplinäre Therapiekonzepte zu einer deutlichen Verlängerung der Lebenserwartung und erhalten sogar die Chance auf Heilung, denn: sowohl Bauch- als auch Brustfell werden nunmehr als separat und einem Organ vergleichbar betrachtet, so dass wir Metastasen dort – genau wie in Leber oder Lunge – durch einen operativen Eingriff entfernen können.

Die Peritonektomie, also die Entfernung der tumorbefallenen Anteile des Bauchfells, führen wir in Kombination mit einer weiteren wesentlichen Therapiemaßnahme durch, der hyperthermen Chemoperfusion. Hierunter versteht man eine Spülung des Bauchraums mit einer auf ca. 42° C erwärmten Chemotherapie-Lösung. Diese Chemoperfusion wird ebenfalls erfolgreich zusammen mit der Entfernung des Brustfells (Pleurektomie) im Brustkorb angewandt. Diese kombinierte Therapie, welche sich auch international etabliert hat und mit langjährig dokumentierten Therapieerfolgen aufwarten kann, gehört in der Klinik für Chirurgie des UKSH Campus Lübeck seit langem zu den Standardtherapieverfahren.

Im Vorfeld prüft ein Team von Spezialisten in einem ersten Schritt, welcher Patient von einer Entfernung der tumorbefallenen Anteile des Bauch- oder Brustfells in Verbindung mit einer Chemoperfusion profitieren könnte. Radiologen, Pathologen, Gynäkologen, Urologen, Onkologen, Intensivmediziner, Ernährungsberater und viele weitere Fachleute beraten sich deshalb gemeinsam vorab in einem interdisziplinären Tumorboard und besprechen auch nach erfolgtem Eingriff jede weitere Therapiemaßnahme. Auf diese Weise stellen wir eine optimale Nachversorgung und Betreuung jedes Patienten sicher.

Das Mesotheliom ist ein Tumor des Lungenfells (Pleura), das den Brustraum auskleidet und die beiden Lungenflügel bedeckt. Seit längerem ist bekannt, dass Asbest bei der Entstehung des Mesothelioms maßgeblichen Anteil hat. Daher ist das Mesotheliom bei Patienten mit entsprechender beruflicher Belastung auch als Berufskrankheit anerkannt. Auch bei diesem Krankheitsbild setzen wir nach Entfernung der Tumorknoten eine hypertherme Chemoperfusion ein.

Auch Patienten mit Pleurakarzinose werden in einem interdisziplinären Tumorboard besprochen, so dass wir Ihnen eine Empfehlung zur ggf. erforderlichen Vor- oder Nachbehandlung geben können.

Ihre Fragen werden wir gerne ausführlich mit Ihnen in unserer Spezialsprechstunde für Peritoneal- und Pleurakarzinose jeden Mittwoch von 8-12 Uhr persönlich besprechen. Wir möchten Sie bitten, alle bereits vorhandenen Untersuchungsergebnisse in die Sprechstunde mitzubringen. Von besonderer Wichtigkeit sind hier die Bilder und Ergebnisse der bei Ihnen durchgeführten Schichtröntgenuntersuchungen wie Computertomographien (CT) und Kernspintomographien (MRT). Eine Kontaktaufnahme per E-Mail ist jederzeit über peritonealkarzinose@uksh.de  möglich.

Spezialisierte chirurgische Behandlungsmethoden am UKSH Lübeck

  • Entfernung des Bauchfells und tumortragender Organe

  • Hypertherme Chemotherapie des Abdomens zur Aszitesreduktion (HIPEC)