Thoraxchirurgie

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Michael Hans Frank Schweigert

Bereichsleiter Thoraxchirurgie, W2-Professur Thoraxchirurgie
Tel.: 0451 500-40110

Ana Beatriz Pereira Abrantes Borges de Almeida

Oberärztin, Thoraxchirurgie & Qualitätsmanagement

Dr. med. Stefanie Schierholz

Oberärztin Thoraxchirurgie, Stellvertretende Bereichsleiterin Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie umfasst die Behandlung eines breiten Spektrums an Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und des Mittelfellraums. Jährlich führen wir über 400 thoraxchirurgische Operationen durch, wobei unser therapeutischer Schwerpunkt auf der Behandlung von Lungenkrebs, Lungenmetastasen und Erkrankungen des Rippenfells liegt. Da bei diesen komplexen Erkrankungen eine optimale Behandlungsstrategie nur interdisziplinär festgelegt werden kann, arbeiten wir eng mit internistischen Lungenspezialisten und Strahlentherapeuten zusammen. So garantieren wir Ihnen als Patient der Thoraxchirurgie disziplinübergreifende Behandlungskonzepte und eine stets bestmögliche Versorgung. Modernste operative Techniken, wie die Videothorakoskopie oder die Mediastinoskopie (welche als Schlüsselloch-Operationen mit Wiedergabe des Operationsgebiets auf einem Monitor erfolgen) nicht nur die unmittelbare Durchführung der Operation, sondern ermöglichen oft auch eine deutlich schnellere Genesung als herkömmliche Verfahren.

Bei bösartigen Lungentumoren ist die radikale Tumorentfernung unter Mitnahme der umgebenden Lymphknoten das Ziel eines chirurgischen Eingriffs. Nicht selten kommen dabei auch rekonstruktive Operationsverfahren zum Einsatz. Sie können sowohl am Bronchial‐ als auch am Lungengefäßsystem notwendig werden (broncho‐ und angioplastische Eingriffe). Durch diese aufwendigen Operationsverfahren, bei denen u. a. gesundes Lungengewebe in der Nachbarschaft wieder an das Bronchial‐ und Gefäßsystem angefügt wird, vermeiden wir den oft drohenden Verlust von Lungenanteilen. Plastisch‐chirurgische Rekonstruktionen führen wir an der Brustwand durch.

Handelt es sich um ein fortgeschrittenes Tumorstadium erfolgt häufig eine neoadjuvante Chemotherapie (vor der Operation) oder adjuvante Chemotherapie (nach der Operation) in Zusammenarbeit mit der Lungenheilkunde (Pneumologie). Durch eine operative Entfernung von Lungenmetastasen, die sich bei vielen Krebsarten als Tochtergeschwülste in der Lunge bilden können, erhöhen wir oft nicht nur das Langzeitüberleben der betroffenen Patienten, sondern zugleich deutlich ihre Lebensqualität. Diese Metastasenentfernungen können zumeist mithilfe der besonders gewebeschonenden Lasertechnik erreicht werden.

Bei bösartigen Brustfelltumoren (Pleuramesotheliome) wird die Therapie an den Fortschritt der Erkrankung und den Allgemeinzustand des Patienten angepasst. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten wie Chemotherapie, Radiotherapie, Pleurektomie (Brustfellentfernung) oder die palliative Pleurodese (bei der Brust- und Lungenfell miteinander verbunden werden) sind mögliche Therapieoptionen. Unklare Lungenrundherde wiederum entfernen wir in einem ersten Schritt minimal‐invasiv und lassen sie pathologisch Begutachtung, damit eine genaue Diagnose möglich und eine gezielte Therapie eingeleitet werden kann.

Spezialisierte chirurgische Behandlungsmethoden am UKSH Lübeck

  • Minimal-invasive Thoraxchirurgie VATS (Entfernung von Lungentumoren in Schlüssellochtechnik)

  • Entfernung der Pleura und intraoperative hypertherme Chemotherapie (Pleurektomie und HITOC)

  • Lasergestützte Entfernung von Metastasen der Lunge