Hepatobiliär (Leber und Gallenwege)

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Tobias Keck, MBA, FACS

Klinik für Chirurgie
Direktor
Tel.: 0451 500-40100Fax: 40104

Prof. Dr. med. Jens Höppner, FACS, FEBS (Hon.)

Klinik für Chirurgie
Stellvertretender Klinikdirektor
Tel.: 0451 500-40101Fax: 40104

Direkter Kontakt zu unseren Spezialisten - Mobil: 0162 201-6545

Verschiedene gutartige und bösartige Erkrankungen der Leber können eine chirurgische Behandlung erforderlich machen.

Bei gutartigen Lebertumoren handelt es sich z.B. um Hämangiome ("Blutschwamm"), Leberzysten (d.h. mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume) oder Leberadenome (gutartige Geschwüre). Ob eine chirurgische Entfernung nötig ist, muss anhand des Beschwerdebildes und durch Spezialuntersuchungen im Einzelfall geklärt werden.

Bösartige Lebertumore können einerseits in der Leber selbst entstehen (z.B. hepatozelluläres Karzinom), oder in Form von Metastasen ("Streukrebs") auftreten. Ziel der chirurgischen Therapie ist die vollständige Entfernung des Tumors. Hierzu kann es notwendig sein, einen Großteil der Leber zu entfernen. Dies ist möglich, da der Verlust an Lebergewebe durch die hohe Regenerationsleistung der Leber ausgeglichen wird. Das Vorgehen wird für jeden Patienten individuell geplant. Sollte das voraussichtliche Volumen der Restleber zu klein sein, um eine sichere Operation durchführen zu können, kann durch spezielle Vorbehandlung (Pfortaderembolisation) die nach einer Operation verbleibende Restleber vergrößern. Bei enger Nachbarschaft des Tumors zu lebenswichtigen Strukturen (z.B. Hauptgallengang, Pfortader, Lebervenen, obere und untere Hohlvene) kann eine chemotherapeutische Vorbehandlung den Tumor verkleinern und die Operation ermöglichen. Wenn beide Leberhälften befallen sind, kann oft zuerst die eine und in einer zweiten Operation die andere Hälfte der Leber von Tumor befreit werden. Für kleine Tumore besteht die Möglichkeit der gezielten "Verkochung" ohne Operation. Auch minimalinvasive Eingriffe ("Schlüssellochchirurgie") sind möglich.

An unserer Klinik stehen modernste Methoden zur computergestützten Operationsplanung sowie die Expertise eines Teams aus den Disziplinen Onkologie, Gastroenterologie, Strahlenheilkunde, Radiologie, Pathologie und Chirurgie zur Verfügung. Die chirurgische Therapie nimmt hierbei nur einen relativ kleinen Anteil an der Gesamtbehandlung ein. Wir legen deshalb auch großen Wert auf enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Hausärzten und Fachärzten außerhalb unserer Klinik, welche die nichtchirurgische Diagnostik, Behandlung und Nachsorge leiten.

Spezialisierte chirurgische Behandlungsmethoden am UKSH Lübeck

  • Laparoskopische minimal invasive Leberchirurgie (Entfernung von Lebertumoren in Schlüssellochtechnik)

  • Radiofrequenzablation (Verkochung von Lebertumoren)

  • Elektrolyse von irresektablen Lebertumoren

  • Cyberknife in Kooperation mit dem Cyberknife Zentrum Güstrow (Entfernung von Lebertumoren durch fokussierte Bestrahlung)

  • Navigierte Leberchirurgie (Studienzentrum der PRONAVIC Studie für navigierte Leberchirurgie)


Sprechstunde