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Darmkrebs - Diagnostik

Früherkennung

Bei auftretenden Symptomen handelt es sich meist um erste Beschwerden, die ein Patient mit einem Darmtumor hat, der dabei durchaus schon einige Zentimeter groß sein kann. Das zeigt wie wichtig Früherkennungsmaßnahmen sind. Weil Darmkrebs so häufig auftritt und weil er vollständig heilbar ist, wenn er frühzeitig erkannt und behandelt wird, existiert in Deutschland seit 2002 ein mit den Krankenkassen abgestimmtes und für die Betroffenen kostenloses Programm zur Früherkennung von Darmkrebs.

Das Vorsorgeprogramm gegen Darmkrebs richtet sich nach dem individuellen Darmkrebsrisiko der Menschen. Man unterscheidet hierbei zwischen den Menschen mit einem erhöhten Risiko - z.B. eine familiäre Vorbelastung - und denen ohne erhöhtes Darmkrebsrisiko. Bei erhöhtem Darmkrebsrisiko müssen Vorsorgeuntersuchungen schon im jüngeren Lebensalter begonnen werden.

Folgende Maßnahmen können die Entstehung von Tumoren zwar nicht immer verhindern, sie erhöhen aber die Chance, dass ein Karzinom im Frühstadium entdeckt und mit guten Heilungschancen behandelt werden kann. Die Fünfjahresüberlebensrate beträgt im Frühstadium 95%, im Spätstadium dagegen nur 2-25%. Diese Fakten legen nahe, dass eine Früherkennung Leben retten kann.

Digital-rektale Untersuchung

Etwa ein Drittel aller Tumoren lässt sich ohne großen technischen Aufwand, nur durch das "Fingerspitzengefühl" des Arztes aufspüren. Mit dem Zeigefinger wird durch den After die erreichbare Wand des Mastdarmes auf ungewöhnliche Erhebungen oder Wucherungen der Schleimhaut abgetastet.  Diese Untersuchungsmethode ist sehr einfach und sollte bei Verdacht immer durch eine Darmspiegelung ergänzt werden.

Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest)

An drei aufeinander folgenden Tagen werden Stuhlproben untersucht und auf ein Stuhlbriefchen gegeben. Durch diesen sogenannten Okkultbluttest (Hämoccult-Test) werden Blutbeimengungen im Stuhl, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind, nachgewiesen. Mit dem regelmässigen Okkultbluttest können ca. 25-30% der Darmpolypen und frühen Darmkrebsstadien gefunden werden. Hat ein Okkultbluttest einmal ein positives Ergebnis gebracht, muss auf jeden Fall zur genauen Abklärung der Ursachen eine Darmspiegelung durchgeführt werden.

Darmspiegelung (Koloskopie)

Mit der Vorsorgedarmspiegelung lässt sich Darmkrebs zu nahezu 100% verhindern. Hierbei können fast alle Polypen gefunden und abgetragen werden. Darüber hinaus werden Darmtumoren in einem frühen Stadium entdeckt, in dem sie noch heilbar sind.

Um Darmkrebs so früh wie möglich zu erkennen und somit die Heilungschancen zu verbessern, sollten Frauen und Männer spätestens ab dem Alter von 50 Jahren die Früherkennung in Anspruch nehmen.

Seit dem Oktober 2002 gehört die Darmspiegelung in Deutschland zur gesetzlichen Darmkrebsvorsorge ab dem Alter von 55 Jahren. Bei Menschen in diesem Alter werden die Kosten einer Vorsorge-Darmspiegelung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Menschen mit einem familiären Darmkrebsrisiko sollen dagegen bereits im jüngeren Alter zur Darmspiegelung gehen; hierzu gibt es spezielle Vorsorgeprogramme. Alle Familien, in denen Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen bekannt sind, haben prinzipiell ein erhöhtes Risiko.

Nähere Informationen zur Darmspiegelung (Koloskopie)