Das Lübecker Advanced Clinician Scientist - Programm (LACS) ermöglicht klinisch und wissenschaftlich tätigen Ärztinnen und Ärzte mit mehrjähriger Forschungserfahrung eine Freistellung von den klinischen Aufgaben zur Durchführung von Forschungsprojekten.
Fr. PD Dr. Nina van Beek erhielt in diesem Jahr die Förderung und wird ihr Projekt „Exploration der Rolle von TNFSF15/TL1A beim Schleimhautpemphigoid-von der Assoziation zum Drugable Target?“ durch diese Unterstützung weiterverfolgen können.

Das Schleimhautpemphigoid ist eine Autoimmunerkrankung vorwiegend der Schleimhäute, bei dem Autoantikörper an Strukturen der Basalmembran binden und nachfolgend zur Blasenbildung führen. Es werden Fibroblasten aktiviert und die resultierende Fibrose führt zur Gewebeschädigung mit potentiell lebensbedrohlichen Strikturen oder Erblindung. Wie genau diese Fibrose und Vernarbung entsteht ist bisher wenig untersucht.
Dieses Projekt soll daher zu einer genaueren Analyse der Pathogenese des Schleimhautpemphigoids beitragen. Basierend auf eigenen Vorarbeiten durch die Verknüpfung genetischer Hintergründe mit klinischen Daten wird im speziellen TL1A untersucht. Dieses Zytokin wurde bereits in anderen entzündlichen Erkrankungen mit einer Fibrose in Verbindung gebracht. Ein besseres Verständnis der Zusammenhänge klinischer Ausprägung mit pathophysiologischen Mechanismen eröffnet die Möglichkeit speziell die Fibrosevorgänge in Zukunft besser zu behandeln. Die Narbenbildung mit ihren stark einschränkenden Folgen für die Patientinnen und Patienten ist bislang häufig irreversibel. Ziel des Projektes ist langfristig Ansätze zu entwickeln, die die Narbenbildung der Patienten mit Schleimhautpemphigoid nicht nur verhindern, sondern auch gezielte Therapieoptionen für bestehende Narben und Strikturen darstellen.