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Dysplasiesprechstunde

In der Dysplasie-Sprechstunde werden Patientinnen untersucht, bei denen akute und bzw. oder chronische Erkrankungen, Infektionen (z.B. Condylome, sog. Feigwarzen) oder Zellveränderungen (Dysplasien) am Gebärmutterhals (Zervix), in der Scheide (Vagina) oder im Bereich des äußeren Genitale (Vulva- und Perianalregion) festgestellt wurden.

Was sind Dysplasien?

Als Dysplasie bezeichnet man Zellveränderungen, die sich von normalen Zellen unterscheiden. Die jährliche Vorsorgeuntersuchung, bei der u.a. ein Zellabstrich („Pap-Abstrich“) von der Gebärmutterhalsoberfl äche entnommen wird, dient der Erkennung dieser Veränderungen, um sie frühzeitig einer Behandlung zugänglich zu machen. Pap ist die Abkürzung für Papanicolaou, den Namen eines griechischen Arztes und Pathologen (1883-1962), der diese Form der zytologischen Diagnose des Gebärmutterhalskrebses in Form von Reihenuntersuchungen möglich machte.

Hauptursache der Zellveränderungen ist ein Virus (Humanes Papillomavirus: HPV). Dieses Virus ist besonders bei jungen Frauen stark verbreitet und wird in den meisten Fällen nach einigen Monaten vom Immunsystem erfolgreich bekämpft. Bei einigen Frauen gelingt dies nicht. Dann können Zellveränderungen entstehen, die sich, wenn es sich um leichte Veränderungen handelt (leichte cervikale intraepitheliale Neoplasien: CIN I), in den meisten Fällen auch von alleine zurückbilden. Oft sind also nur Kontrollen notwendig. In seltenen Fällen entwickelt sich aus diesen Befunden nach einer langen Phase ohne Symptome über Vorstadien, von der mäßigen Zellveränderung (CIN II) bis zur schweren Zellveränderung (CIN III) ein bösartiges Geschehen (Gebärmutterhalskrebs/ Zervixkarzinom).

Analog dazu werden die Veränderungen der Scheide und des äußeren Genitale als VAIN I – III (vaginale intraepitheliale Neoplasien) bzw. VIN I-III (vulväre intraepitheliale Neoplasien) bezeichnet.

Risikofaktoren

Für die Entstehung dieser Zellveränderungen sind neben HPV z.B. das Rauchen, vitaminarme Ernährung, chronischer Stress und Störungen des Immunsystems verantwortlich.

Diagnostik

Die Diagnostik kann folgende Untersuchungen umfassen:

  1. Anamneseerhebung (Eigen-/Familienanamnese)
  2. Gynäkologische Untersuchung
  3. Kolposkopie (Lupenuntersuchung) mit Essigsäure-Probe und Schiller’scher Jodprobe
  4. Zytologischer Abstrich
  5. HPV-Abstrich
  6. Abstrichentnahme zum Nachweis häufi ger genitaler Infektionen (z.B. Pilze)
  7. Gezielte Probeentnahme zur feingeweblichen Untersuchung.

Therapie

Das therapeutische Vorgehen richtet sich ganz nach dem Schweregrad und der Lokalisation der Veränderung. Dieses enthält Abwarten mit regelmäßigen Kontrollen, lokale medikamentöse Therapien, oberfl ächliche Zerstörung mittels Lasertherapie und/oder Abtragung des betroffenen Areals mit dem Skalpell oder einer Hochfrequenzschlinge (LEEP). Jede Therapie wird den medizinischen Erfordernissen und natürlich Ihren individuellen Wünschen angepasst (z.B. Kinderwunsch, großes Sicherheitsbedürfnis).

Vorbeugung

Seit März 2007 empfi ehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut die Impfung gegen HPV für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Die Impfung (3 Impfdosen) sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Aber auch Frauen, die vor dem 18. Lebensjahr noch keine Impfung erhalten haben, können von dieser Impfung profi tieren. Der Impfstoff beugt gegen die häufigsten HPV-Virustypen vor, ersetzt jedoch nicht die regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung.

Sie brauchen sich keine Sorgen machen. Wir erklären Ihnen den Ablauf der Untersuchung ganz genau und führen alle Untersuchungen nur mit Ihrer Zustimmung durch. Ihr Besuch bei uns ist oft nur eine Kontrolluntersuchung.

Wenn tatsächlich ein Eingriff notwendig wird, handelt es sich in den allermeisten Fällen lediglich um eine kleine Operation.

Bitte bringen Sie zu Ihrem Sprechstunden-Termin folgendes mit

  • Überweisungsschein vom Gynäkologen
  • Versichertenkarte
  • Vorbefunde (MRT, CT, Röntgenaufnahmen)

Ärztliche Ansprechpartner

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Dr. Karin Maass-Poppenhusen
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Frauenheilkunde)
Oberärztin
Telefon Kiel: 0431 500-21417

 

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Dr. Göntje Peters
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Frauenheilkunde)
Oberärztin
Telefon Kiel: 0431 500-21422

 

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Nadine Sallach
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Fachärztin
Telefon Kiel: 0431 500-21403

 

Kontakt

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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Frauenheilkunde)
Arnold-Heller-Straße 3  |  24105 Kiel
Direktion: Prof. Dr. Nicolai Maass

 

Sprechstunde

Di.- und Mi. 8:00 -15:00 Uhr

Patientinnenanmeldung

Telefon: 0431 500-21490