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Goldnetz

Neben der klassischen Endometriumablation mittels Gebärmutterspiegelung gab es in den letzten Jahren auch alternative Verfahren, die Gebärmutterschleimhaut komplett zu veröden. Die globalen Methoden der Endometriumablation sind Möglichkeiten, die den Frauen mit starken Blutungen zur Verfügung stehen.

Bei diesen Verfahren wird die Gebärmutterschleimhaut verödet, wobei in einer einfachen und schnellen Technik die Gebärmtterschleimhaut durch Wärmeenergie, Laserlicht, Mikrowelle oder Elektrochirurgie verschmolzen wird. Bei den bisher angebotenen Methoden wurden leider manchmal die Abgänge zu den Eileitern nicht vollständig erfasst und das Ergebnis war dann nicht zufriedenstellend. Den meisten Methoden mangelte es ausserdem an ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen. Ausserdem war eine Vorbehandlung mit speziellen Hormonen (GnRH-Analoga) nötig, damit die zu verödende Schleimhaut schon vor dem Eingriff sehr dünn war. Diese Hormone können Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen hervorrufen. Ein weiterer Nachteil aller globalen Ablationsverfahren war und ist der hohe Preis der eingesetzten Einmalmaterialien. Aus diesem Grund wurden und werden die Kosten der meisten Verfahren von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen.

Ein neueres Verfahren stellt das sogenannte "Goldnetz" dar

Die NovaSure bzw. Goldnetz™-Endometrium-Ablation stellt das neueste Verfahren dar, bei dem die Gebärmutterschleimhaut durch Hochfrequenzstrom in wenigen Sekunden verödet wird. Das NovaSure-System zeichnet sich durch seine sehr kurze Behandlungszeit (ca. 90 Sekunden), sein exzellentes Sicherheitssystem, seine hohe Erfolgsrate und eine sehr schnelle Genesungszeit aus. Eine Vorbehandlung der Gebärmutter, weder chirurgisch noch hormonell, entfällt. Der Eingriff kann während der Blutung durchgeführt werden und ist somit zyklusunabhängig.

Für wen ist die Methode geeignet?

Frauen vor den Wechseljahren mit abgeschlossenem Kinderwunsch und sehr starken Monatsblutungen sind für die NovaSure-Methode geeignet. Da sich hinter bestimmten Blutungsstörungen auch bösartige Erkrankungen verbergen können, sind Voruntersuchungen notwendig, um sicher zu sein, dass keine bösartigen Zellveränderungen vorliegen. Bei diesen Voruntersuchungen handelt es sich um eine Gebärmutterspiegelung und Ausschabung zur Gewinnung von Zellmaterial der Gebärmutterschleimhaut. Diese wird unter dem Mikroskop untersucht um eine Bösartigkeit auszuschließen. Das Goldnetz™ ist auch für Hochrisikopatientinnen (Marcumar, Herzfehler etc.) geeignet, sofern Narkosefähigkeit besteht.

Wann ist die Methode ungeeignet?

  • Derzeitige oder später geplante Schwangerschaft
  • (Ungewollte Schwangerschaften nach Endometriumablation können für Mutter und Fötus gefährlich sein)
  • Verdacht auf ein Endometriumkarzinom oder Vorstufen
  • Veränderungen, die mit einer Schwächung der Gebärmutterwand einhergehen (Kaiserschnitt, transmurale Myome)
  • Aktive Infektion des Genitales, der harnableitenden Wege oder des Beckens
  • Liegende Spirale (IUD)
  • Verkürzte Gebärmutterhöhle (<4 cm)

Ablauf des Eingriffes

Der Eingriff beginnt mit einer Messung der Gebärmutterlänge.

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  1. Nach einer leichten Erweiterung des Gebärmutterhalses wird ein dünner Katheter durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt.
  2. Das Goldnetz wird dann in der Gebärmutter entfaltet. Es passt sich dabei exakt sowohl in der Länge als auch in der Breite individuell der Gebärmutterhöhle an. Durch ein sanftes Ansaugen legt sich die Gebärmutterschleimhaut eng an das Goldnetz an.
  3. Während der Verödung wird für ca. 90 Sekunden hochfrequente Energie durch die Goldnetzelektrode geleitet und somit die Gebärmutterschleimhaut verödet. Dabei wird das verödete Gewebe kontinuierlich abgesaugt.
  4. Nach erfolgter Ablation wird die Elektrode wieder in die Einführhülse zurückgezogen und sicher aus der Gebärmutter entfernt.

Nach Entfernen des System kann man sich per Gebärmutterspiegelung vom Erfolg der Methode überzeugen.

Video Vor der Ablation
Video Das Goldnetz
Video Nach der Ablation

Nebenwirkungen

Studien, bei der die Goldnetzmethode mit der hysteroskopischen Endometriumablation verglichen wurden, kamen zu folgenden Ergebnissen:

  1. Rate unerwünschter Ereignisse während des Eingriffes ist deutlich geringer (0,6 vs 6,7%)
  2. Nachwirkungen unmittelbar nach dem Eingriff (Unterbauchziehen, Übelkeit) ähnlich (5,1 vs 5,6%)
  3. Mittelfristige Nebenwirkungen (> 24 Std. bis 2 Wochen) deutlich geringer (2,9 vs 7,8%)

Ergebnisse

In kontrollierten, klinischen Studien zeigte sich, dass durch die NovaSure-Ablation bei den meisten Patientinnen die Blutungen deutlich reduziert werden konnten, bis zu einer normalen Regelblutung oder sogar bis zu nur noch geringen Blutungen. Die Mehrheit der Frauen beobachteten, dass nach dem Eingriff die Regelblutung komplett ausblieb.

Da durch die dreieckige Form des Goldnetzes auch der schwer zugängliche Bereich der Eileiterabgänge gut erreicht wird, sind die Ergebnisse insgesamt ausgezeichnet: Nachuntersuchungen nach einem Jahr ergaben Erfolgsraten von fast 98%.

Frauen mit schmerzhafter Regel (Dysmenorrhoe) stellten eine deutliche Reduktion der Schmerzen fest, außerdem reduzierte sich auch das Prä-Menstruelle-Syndrom (PMS, Gereiztheit und Unwohlsein vor der Periode). Die Methode würden 95% der Patientinnen weiterempfehlen.

Warum heißt das Instrument "Goldnetz"?

Der Teil des Instrumentes, der im Inneren der Gebärmutter direkt an der Schleimhaut anliegt ist ein Netz aus Metall und mit Gold bedampft, um seine Oberflächeneigenschaften zu verbessern.