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Endometriumablation

Was ist Endometriumablation

Die Gebärmutter ist innen ein hohles Muskelorgan, etwa in Form und Größe einer Birne. Der innere Hohlraum wird von der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Mit der freien Bauchhöhle ist die Gebärmutterhöhle über die Eileiter verbunden. Nach außen mündet sie durch den Muttermund in die Scheide. Die Schleimhaut, die wie eine Tapete die Innenwand überzieht (Endometrium) wird monatlich in Form der Regelblutung abgestoßen. Nach der Regelblutung wird die Schleimhaut unter dem Hormoneinfluß von einer basalen Grundschicht ausgehend neu gebildet.

Bei nicht wenigen Frauen treten ausgesprochen starke Regelblutungen auf, die sich weder durch Myome oder Polypen erklären lassen. Nicht selten wird aus diesem Grund zu einer Entfernung der Gebärmutter geraten. Diese Entscheidung kann durchaus sinnvoll sein, es gibt aber auch Alternativen, die weniger invasiv sind.

Eine davon ist die Abtragung der Gebärmutterschleimhaut mittels Gebärmutterspiegelung. Da bei einer Gebärmutterblutung nicht das ganze Organ, sondern nur die Schleimhaut blutet, bietet sich eine Methode an, mit der nur diese Schicht entfernt wird und die Gebärmutter samt Beckenboden unangetastet bleiben.

Das Verfahren nennt sich Endometriumablation und wird hysteroskopisch, d. h. mittels Gebärmutterspiegelung, durchgeführt. Einzelheiten entnehmen sie dem Kapitel „Gebärmutterspiegelung“.

Ablauf Endometriumablation

Nach Erweiterung des Gebärmutterhalses wird ein Resektoskop (Optik und Gerät zum Abtragen der Schleimhaut, Durchmesser 9mm) in die Gebärmutterhöhle unter ständiger Beobachtung über Monitore vorgeschoben. Der Hohlraum wird dabei mit einer speziellen Flüssigkeit aufgedehnt. Unter Sicht über die Monitore wird nun der obere Anteil der Gebärmutterhöhle und die Ecken mit den Abgängen der Eileiter mit dem Rollerball verödet und anschliessend die restliche innere Auskleidung der Gebärmutter mittels Elektroschlinge abgetragen. Anschließend kann Gebärmutterwand mit einer Rollerballelektrode verödet werden, dass sowohl die oberflächlichen als auch die tiefen Schichten der Gebärmutterschleimhaut abgetragen bzw. zerstört werden. Es kommt dann nicht mehr zum monatlichen Nachwachsen der Gebärmutterschleimhaut. Der Eingriff dauert zwischen 15 und 30 Minuten und wird unter Vollnarkose durchgeführt.

Werden bei diesem Eingriff doch Myome oder Polypen gefunden, die sich der vorherigen Ultraschalluntersuchung entzogen, können diese in der gleichen Operation und mit dem gleichen Instrumentarium entfernt werden.

Ergebnisse der Endometriumablation

Ein Teil der Patientinnen (ca. 40%) hat nach der Verschorfung der Gebärmutterinnenwand keine Regelblutungen mehr. Die restlichen Frauen berichten über eine stark abgeschwächte Menstruation. Ein Versagen der Methode, also ohne Besserung der Beschwerden, ist selten und wird nur in 5% berichtet. Menstruationsschmerzen werden meist günstig beeinflusst. Beim Vorliegen einer Adenomyosis uteri (Eingewachsene Schleimhautdrüsen in die Gebärmutterwand) oder von kleinen Myomen, kann die Regel schmerzhaft bleiben. Negative Folgen für den Organismus hat der Eingriff nicht. Er ist lediglich nicht rückgängig zu machen und stellt somit eine dauerhafte Störung der Fruchtbarkeit dar. Die schwangerschaftsverhütende Wirkung ist anderseits nicht zuverlässig genug, um auf eine zusätzliche Verhütung zu verzichten. Mehrjährige Nachbeobachtungen haben gezeigt, dass die Methode für etwa 70-80 % der Frauen erfolgreich angewandt werden kann. Bei etwa 20-30 % der Frauen ist allerdings damit zu rechnen ist, dass wegen erneut auftretender Blutungsprobleme später doch noch eine Gebärmutterentfernung notwendig werden kann. In Einzelfällen kann es dazu kommen, dass in der Gebärmutterhöhle Verklebungen der Wände auftreten und dass oberhalb davon noch Schleimhautinseln zurückgeblieben sind. Diese können dann zur Zeit der Monatsblutung nicht abbluten und es entsteht ein lokaler Blutstau, welcher sich in Form von ziehenden Unterleibsschmerzen bemerkbar macht. In solchen Fällen wird eine Wiederholung der Endometriumablation oder eine Entfernung der Gebärmutter notwendig.

Nach dem Eingriff

Nach einer Endometriumablation können für einige Tage menstruationsartige Beschwerden auftreten. Außerdem besteht für 2-3 Wochen Ausfluss. Es gelte daher nach der Operation bis die Wundheilung abgeschlossen ist einige Verhaltensmassnahmen, um den OP-Erfolg nicht zu gefährden:

  1. Vermeiden Sie Wannenbäder, Sauna und öffentliche Bäder
  2. Benutzen Sie keine Tampons
  3. Vermeiden Sie Geschlechtsverkehr, bis die Operationswunde abgeheilt ist

Alternativen

Andere Methoden der Endometriumablation sind die Uterusballontherapie und die Goldnetzmethode.

Bei der Uterusballontherapie wird ein Kunstoffballon in zusammengefaltetem Zustand in die Gebärmutterhöhle eingeführt und dann mit Flüssigkeit aufgeblasen. Die Flüssigkeit wird erhitzt und einige Minuten in der Gebärmutter belassen, so dass auf diese Weise die Gebärmutterschleimhaut verkocht wird. Die Ergebnisse sind ähnlich wie bei der Technik der Endometriumablation mit dem Hysteroskop. Ein Nachteil der Methode ist, dass sie ohne eine optische Kontrolle des Geschehens innerhalb der Gebärmutterhöhle durchgeführt wird. Grundsätzlich muss auch vor der Ballontherapie eine Spiegelung der Gebärmutterhöhle vorgenommen werden, um Formveränderungen wie z.B. ein angeborenes Septum oder z.B. ein Myom zu erkennen, da dann der Einsatz der Ballonmethode nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist.

Zusammenfassung

Die Endometriumablation ist insgesamt eine für die Patientin schonende Maßnahme mit guter Effektivität, die große Operationen in vielen Fällen ersetzen kann.