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Onkologisches Labor

Leitung

Bild von Norbert Arnold
Prof. Dr. Norbert Arnold
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Frauenheilkunde)
Leitung, Onkologisches Labor
Telefon Kiel: 0431 500-21650 | Fax: -21654

 

Gruppe_Onkologisches_LaborNeben der hoch qualitativen, maximalen Krankenversorgung und der Lehre, ist die Forschung eine weitere Hauptaufgabe einer Universitätsklinik. In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel genießen die patientennahe Forschung, die Grundlagenforschung und die Übertragung der Forschungsergebnisse in die klinische Praxis (translationale Forschung) einen hohen Stellenwert. Die enge Verzahnung von Klinik und Forschung ermöglicht es, Forschungsergebnisse zügig in die klinische Praxis umzusetzen, damit sie unseren Patientinnen zugutekommen. Dieser Rahmen bietet den Klinikern und Wissenschaftlern die Möglichkeit Forschungsprojekte in diesem Sinne voranzutreiben. Der Slogan des UKSH „Wissen schafft Gesundheit“ bezeichnet unseren Anspruch.

Das onkologische Labor weist neben molekularbiologischen Fähigkeiten eine renommierte zytogenetische Expertise auf. Hier stehen insbesondere Veränderungen der Chromosomen in Tumorzellen im Fokus, da diese häufig labor_01in Tumorzellen nachweisbar sind. Das Labor verfügt über Analysemöglichkeiten der chromosomalen Mikrodissektion (Video Mikrodissektion) sowohl von klassisch- als auch von fluoreszenzmarkierten Chromosomen, Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) und der 24 Farben FISH. So konnten akkumuliert chromosomale Fusionsbereiche in Ovarialkarzinomzellen nachgewiesen werden, die in Kombination mit Array-CGH- und Next- Generation-Sequenzierungs-Techniken auch mindestens eine Gen-Fusion zeigten.

Eine immer wieder auftretende Frage in der Testung und Überprüfung von Arzneimitteln und Therapieansätzen ist die Expression von relevanten Genen in den Tumorgeweben. Diesbezüglich verfügt das onkologische Labor über eine gewachsene Erfahrung der immunhistochemischen Analyse an fixierten Dünnschnitten von Tumorgeweben.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte zum Brustkrebs beschäftigen sich mit Methoden zur Diagnose und klinischen Behandlung dieser Erkrankung. Dabei werden modernste Expressions-Analysen auf RNA und DNA-Ebene angewendet. Hierbei sollen insbesondere neue Targets für eine individualisierte Brustkrebstherapie identifiziert werden. Weiter werden moderne Therapieansätze in Zellkultur-Versuchen überprüft und zum Teil in klinische Studien überführt. Die langjährige Forschung ermöglicht mittlerweile die genetische Diagnostik von Patientinnen mit vererbbarem Brustkrebs in der klinischen Versorgung. Eine stete Weiterentwicklung auf allerhöchstem Niveau wird durch die nationale und internationale Vernetzung unserer Kliniker und Wissenschaftler gewährleistet. Das Labor ist von Anfang an Mitglied des Deutschen Konsortiums für familiären Brust- und Eierstockkrebs. Dies ist ein Forschungsverbund zur Diagnostik der zur Brust- und Eierstockkrebs prädisponierenden Gene BRCA1 und BRCA2, die bei Familien mit gehäuftem Auftreten von Brust- und/oder Eierstockkarzinomen verändert sein können. Ratsuchende können sich in unserer Tumorrisiko-Sprechstunde informieren. 60% der untersuchten Hochrisikofamilien zeigen in keinem der beiden für das Syndrom assoziierten Gene eine Mutation. Dies deutet darauf hin, dass es neben BRCA1 und BRCA2 noch weitere für den Brust- und Eierstockkrebs prädisponierende Gene geben muss. In Einbindung mit nationalen und internationalen Konsortien wird nach diesen weiteren prädisponierenden Genen gesucht. Weiterhin erfolgt die Suche nach modifizierenden genetischen Faktoren, die eine genauere Einschätzung des Erkrankungsrisikos bei Mutationsträgern der BRCA1/2-Gene erlauben.

Mitarbeiter

Bild von Norbert Arnold
Prof. Dr. Norbert Arnold
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Frauenheilkunde)
Leitung, Onkologisches Labor
Telefon Kiel: 0431 500-21650 | Fax: -21654

 

Dr. Jörg Weimer

Regina Fredrik

Doris Karow

Maike Kreikemeier

Siegrid Hamann

Frank Rösel