In unserem Schwerpunktbereich gynäkologische Endoskopie führen wir bei einer großen Anzahl von Erkrankungen die sogenannten laparoskopischen oder hysteroskopischen Eingriffe ("Schlüssellochoperationen", "Bauchspiegelung, "Gebärmutterspiegelung") durch.
Was bedeutet Laparoskopie, Endoskopie oder "Schlüssellochchirurgie"?
Während bei den so genannten "offenen" Operationen ein Hautschnitt über mehrere Zentimeter die Sicht auf das erkrankte Organ ermöglicht, führen wir bei der minimalinvasiven Chirurgie alle benötigten Präzisionsinstrumente in Miniaturform über winzige Einschnitte in den Körper ein. Eine kleine Videokamera überträgt hochauflösende Bilder (HDTV) vom Operationsfeld in bis zu 15-facher Vergrößerung und ermöglicht so die Beurteilung erkrankter Organe aus verschiedenen Blickwinkeln. Hierdurch wird eine exakte und besonders detailgetreue Darstellung der inneren Organe ermöglicht. Die Operation findet in der geschlossenen Körperhöhle statt. Diese Vorgehensweise bietet bei gynäkologischen Erkrankungen im Vergleich zu den konventionellen Techniken für den Patienten eine Reihe von Vorteilen:
Die minimal invasive Chirurgie steht für eine operative Therapie mit kleinstmöglicher Verletzung (Trauma).
Ziel ist die Diagnose schonender zu stellen und die Behandlung weniger belastend zu gestalten.
Spezielle minimalinvasive Operationen erfolgen dank modernster Technik mit Endoskopen und miniaturisierten Instrumenten.
Der operative Zugang erfolgt nicht durch einen großen Bauchschnitt sondern über kleine Hautschnitte, durch welche die Instrumente über Führungskanäle in den Körper eingeführt werden. Hierdurch kann auf eine großflächige Eröffnung des Gewebes verzichtet werden. Mit Hilfe einer Videokamera kann die gesamte Körperhöhle übersichtlich dargestellt werden.
Durch diese Technik kann eine Vielzahl gynäkologischer Erkrankungen ohne Bauchschnitt behandelt werden.
Die Folge ist eine schnellere Heilung und ein möglichst kurzer Krankenhausaufenthalt.
Weniger Blutverlust
Geringere Schmerzen
Schonung kleinster Nerven/ Gefäße
Günstigeres kosmetisches Ergebnis
Wann kann eine minimal-invasive Operation sinnvoll sein?
Gutartige Prozesse an der Gebärmutter (z.B. Myome) oder Eierstöcken (z.B. Zysten)
Endometriose
Verwachsungen nach Voroperationen
Abklärung und ggf. Therapie beim unerfüllten Kinderwunsch
Entzündungen im Bereich der weiblichen Organe
Bösartige Erkrankungen (z.B. Endometriumkarzinom = Krebs der Gebärmutter oder Zervixkarzinom = Krebs des Gebärmutterhalses)
Senkungsbeschwerden/Vorfall
Harninkontinenz
Risikoreduzierende (prophylaktische) Operation bei genetischer Mutation (z.B. In den Genen BRCA1/2)