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Startseite > Bereich Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie > Forschung > Nav EVAR

Kombinierte Navigation zur Endovaskulären Therapie an der Hauptschlagader (Nav EVAR)

 

 

Projektbeschreibung

Projektsteckbrief

In den westlichen Industrienationen stellen Gefäßerkrankungen die häufigste Todesursache, noch vor Tumorerkrankungen, dar. Hierzu zählen Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Erkrankungen der Hirngefäße sowie Erkrankungen der Bauch- und Extremitätengefäße. Global weisen derzeit allein 202 Millionen Menschen eine arterielle Erkrankung der Beingefäße auf. Neben der medikamentösen Therapie der Arteriosklerose erlangte die minimal-invasive Therapie, durch den medizintechnischen Fortschritt der Katheterverfahren, einen hohen Stellenwert in der Behandlung gefäßkranker Patienten. Der Einsatz sog. endovaskulärer Verfahren (minimal-invasiv) wurde in den letzten zwei Jahrzehnten auf nahezu alle Gefäßabschnitte des Menschen ausgeweitet. Die notwendige Darstellung der Gefäßanatomie zur Steuerung der Katheter- und Therapiesysteme und zur Visualisierung der Gefäßpathologie wird in allen Verfahren und Fachgebieten (Kardiologie, Angiologie, Radiologie, Gefäßchirurgie, Neuroradiologie etc.) derzeit durch eine 2-dimensionale Angiographie mit Kontrastmittelapplikation unter Röntgenstrahlung erreicht.

Die Grundidee des disruptiven Technologiekonzeptes Nav CARS EVAR beinhaltet beispielhaft die Platzierung eines Stentgraftes in der Hauptschlagader ohne Röntgenstrahlung und ohne Verwendung von Kontrastmitteln zur Gefäßdarstellung.

Im Fokus stehen zwei Kernpunkte des Verfahrens:

  • Die Reduktion der verfahrensspezifischen Risiken des bisherigen Verfahrens, insbesondere die Reduktion der Strahlenexposition für Patient und Behandler sowie die Reduktion der Kontrastmittelexposition des Patienten.
  • Die verbesserte Visualisierung für den Behandler (durch Augmented Reality) während des Eingriffes mit resultierender Qualitätssteigerung (mögliche Reduktion der Eingriffszeit, Reduktion von Prothesenfehlplatzierung, zusätzlicher Sicherheitsgewinn etc.)

Zur Umsetzung der o.g. Ziele ist die Kombination aus hardwarebasierten Trackingsystemen (Sensorik) und modernster Bildgebungs- und Bildverarbeitungstechnologie notwendig. Im Rahmen des FuE-Projektes werden verschiedene Trackingsysteme in Fusion mit innovativer Visualisierungstechnologie untersucht und weiterentwickelt und sollen u.a. durch eine Ausgründung am Ende der Projektlaufzeit marktfähig gemacht werden.

Kernkomponenten-des-SystemsAbbildung – Zusammenspiel der vier Kernkomponenten des Systems am Beispiel der Hauptschlagader (Aorta): Bildverarbeitung, realistische Simulation am patientenindividuellen anatomischen Gefäßmodell (3D-Rapid-Prototyping), Navigation (Tracking) und Visualisierung