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Blutspende kommt zu den Menschen: UKSH startet neues Blutspendemobil

Freitag, 05. Juni 2026

Das deutschlandweit erste Blutspendemobil seiner Art macht Blutspenden direkt vor Ort möglich – bei Unternehmen, Behörden, Schulen, Hochschulen und Vereinen.

Blutspenden dort ermöglichen, wo Menschen arbeiten, lernen oder sich engagieren: Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat heute sein neues Blutspendemobil offiziell vorgestellt. Das Mobil auf Wohnwagenbasis entstand auf Initiative des Hobby-Wohnwagenwerks und wurde gemeinsam mit dem Institut für Transfusionsmedizin des UKSH realisiert. Die Förderstiftung des UKSH unterstützte das Projekt mit 72.913 Euro. Nach Abschluss der notwendigen Genehmigungen steht das Blutspendemobil nun vor dem regulären Einsatz.

„Eine verlässliche Versorgung mit Blutpräparaten ist für ein Universitätsklinikum unverzichtbar – für Operationen, die Notfallmedizin, die Intensivmedizin und die Behandlung schwer erkrankter Menschen“, sagte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH.

Auch Prof. Dr. Kerstin von der Decken, Ministerin für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein, betonte die Bedeutung des Angebots: „Blutspenden sind ein Akt der Gemeinschaft, der Verantwortung und der Mitmenschlichkeit. Das Mobil bringt die Möglichkeit zur Blutspende näher zu den Menschen und stärkt damit die Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein. Das mobile Team kommt zu denen, die bereit sind zu geben und sammelt damit wertvolle Spenden für all jene, die sie dringend brauchen.“ Die Ministerin nutzte die Gelegenheit gleich und spendete selbst vor Ort Blut.



Mobiles Angebot für Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen

Das neue Mobil ergänzt die bestehenden Blutspendeangebote des UKSH und soll Blutspenden einfacher zugänglich machen. Es soll Blutspenden einfacher machen und neue Zielgruppen erreichen. Geplant sind Einsätze vor allem bei Unternehmen, Behörden, Vereinen, Schulen und Hochschulen. Erste Termine sind unter anderem bei Einrichtungen und Unternehmen im Großraum Kiel vorgesehen; künftig sollen auch ländliche Regionen sowie der Raum Lübeck stärker einbezogen werden.

Das Blutspendemobil ist mit vier Spendeliegen, moderner EDV, Notfallausrüstung und mit einer non-invasiven Messung des Blutfarbstoffs ausgestattet, sodass kein zusätzlicher Einstich mehr nötig ist. Dadurch braucht es nur noch für die eigentliche Spende einen Pieks.Pro Einsatz sind in einer vierstündigen Spendezeit voraussichtlich 40 bis 60 Blutspenden möglich. Vor Ort ist ein Team aus mindestens vier Mitarbeitenden im Einsatz, darunter medizinisches Fachpersonal, ärztliche Betreuung und ein Fahrer.

„Am UKSH benötigen wir jährlich rund 45.000 Blutkonserven für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es zunehmend schwieriger, diesen Bedarf allein über stationäre Strukturen zu decken. Mobile Angebote sind daher ein wichtiger Baustein, um die Versorgung langfristig zu sichern“, sagt Prof. Dr. Siegfried Görg, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH.„Wir merken, dass Blutspenden im Alltag vieler Menschen weniger Raum finden – auch, weil Arbeits- und Lebenswelten dichter geworden sind“, sagt Dr. med. Sven Ole Schuster, Bereichsleiter der Blutspende des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH. „Deshalb ist es folgerichtig, mit der Blutspende dorthin zu gehen, wo Menschen ohnehin sind. Wenn das Blutspendemobil auf dem Betriebsgelände, vor einer Hochschule oder bei einer Behörde steht, wird Blutspende sichtbarer, einfacher und oft auch zum Gesprächsthema.“

Unterstützung durch Hobby und Förderstiftung

Die Initiative für ein Blutspendemobil auf Wohnwagenbasis ging aus dem Hobby-Wohnwagenwerk hervor. Die ursprüngliche Idee stammte von Klaus Jäger aus dem Hause Hobby und wurde in enger Zusammenarbeit mit dem UKSH weiterentwickelt. „Als Unternehmen aus Schleswig-Holstein freuen wir uns, dass aus einer Idee ein Projekt entstanden ist, das ganz konkret Menschen helfen kann“, sagt Holger Schulz, Geschäftsführer Hobby-Wohnwagenwerk GmbH. „Die Verbindung aus technischer Erfahrung im Fahrzeugbau und medizinischem Bedarf am UKSH hat gezeigt, was partnerschaftliche Zusammenarbeit bewirken kann.“

Ermöglicht wurde das Projekt durch die Förderstiftung des UKSH, die das Blutspendemobil bereits 2023 auf ihrer 15. Kuratoriumssitzung mit 72.913 Euro unterstützte. Der Gesamtaufwand liegt bei rund 139.000 Euro; den übrigen Anteil trägt das Institut für Transfusionsmedizin. Für die UKSH-Stiftung verbindet das Blutspendemobil medizinischen Nutzen, gesellschaftliches Engagement und sichtbare Unterstützung für die Patientenversorgung. „Dieses Projekt macht den Förderzweck unserer Förderstiftung auf besondere Weise erlebbar“, sagt Alexander Eck, Vorstandsvorsitzender der Förderstiftung des UKSH. „Unsere Kuratorengemeinschaft von 80 Unternehmerpersönlichkeiten unterstützen hiermit innovative Universitätsmedizin und ein Angebot, das direkt in Schleswig-Holstein wirkt und zugleich Menschen zum Mitmachen einlädt.“

Einrichtungen können das Blutspendemobil anfragen

Interessierte Unternehmen, Behörden, Schulen, Hochschulen, Vereine und weitere Einrichtungen können das Blutspendemobil über www.uksh.de/blutspendemobil anfragen. Nach der Anfrage nimmt das Team des Instituts für Transfusionsmedizin Kontakt auf und stimmt die Details des jeweiligen Spendetermins ab. Geplant sind Einsätze derzeit insbesondere mittwochs und donnerstags in den Zeitfenstern 10 bis 14 Uhr oder 12 bis 16 Uhr.

Weitere Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für Projekte des UKSH gibt es unter www.uksh.de/gutestun.

Pressekontakt:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Institut für Transfusionsmedizin, Dr. Sven Ole Schuster,
Tel.: 0431 500-16181, SvenOle.Schuster@uksh.de


Das Blutspendemobil buchen:

Unter diesem verlinkten Online-Formular oder diesem PDF kann das Blutspendemobil beim Institut für Transfusionmedizin des UKSH angefragt undreserviert werden.


Pressebilder

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Mit dem Durchschneiden des symbolischen roten Bandes eröffneten sie das Mobil (v.l.): Holger Schulz (Geschäftsführer Hobby), Annemarie Königsberger (Hobby), Klaus Jäger (Hobby), Prof. Görg (Direktor Transfusionsmedizin UKSH), Prof. Scholz (CEO UKSH), Ministerin von der Decken, Alexander Eck (Vorsitzender UKSH Förderstiftung) und Pit Horst (Leiter UKSH Fundraising).

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Ministerin von der Decken nutze die Gelegenheit und spendete im neuen Mobil Blut.

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Auf Initiative des Hobby-Wohnwagenwerks und des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH sowie mit Unterstützung der UKSH Förderstiftung entstand das Blutspendemobil auf Wohnwagenbasis.

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Im Inneren des Mobils stehen vier Spendeplätze zur Verfügung.

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Social-Media-Managerin Alice Dziacka zählte zu den ersten Spenderinnen im neuen Mobil, denen Fachkraft Andreas Havemann Blut abnehmen durfte.

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Interessante Berichterstattung zum UKSH Blutspendemobil in den Sozialen Medien    

Insta-Vorschau-BS-Mobil

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