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CML (Chronische Myeloische Leukämie)

Die Diagnose einer CML beruht auf dem zytogenetischen Nachweis der Philadelphia-Translokation mittels Chromosenanalyse oder Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH). Durch die reziproke Translokation entsteht das BCR-ABL-Gen, das für leukämische Zellen spezifisch ist und maßgeblich zur Tumorentstehung beiträgt.

In ca. 5% aller CML treten zytogenetisch nicht detektierbare, kryptische BCR-ABL-Rearrangements auf. Daher sollte bei Diagnose immer eine FISH und/oder PCR Diagnostik parallel zur zytogenetischen Untersuchung durchgeführt werden.

Unsere CML-Analyseleistungen richten wir an den Leitlinien der DGHO zur Diagnostik und Therapie der CML aus, die Sie hier einsehen bzw. herunterladen können:

DGHO Leitlinie CML [pdf]

Analyseleistungen

 

MRD-Diagnostik

Die PCR-basierte Quantifizierung der BCR-ABL Expression bei Diagnose und das BCR-ABL-Monitoring während der Therapie gehört heute zur Standarddiagnostik bei der CML. Unabhängig von der verabreichten Therapie lässt sich das Ansprechen sowohl im Hinblick auf die Quantität als auch die Sensitivität mittels Real-time PCR messen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Leukämien läßt sich bei der CML die Verlaufsdiagnostik an peripherem Blut durchführen.

Es wird empfohlen, alle 3 Monate eine BCR-ABL-Quantifizierung aus peripherem Blut durchzuführen.

Mutationsanalyse

Bei Patienten, die mit Imatinib behandelt werden, besteht eine Assoziation zwischen dem Wiederanstieg der BCR-ABL-Expression und dem Auftreten einer Imatinib-Resistenz. Etwa 2-5% aller CML weisen eine primäre Imatinib-Resistenz auf. Ein Großteil der Resistenzen beruht auf Punktmutationen im ABL-Anteil des BCR-ABL-Fusionsgens. Andere CML-Patienten erwerben im Laufe der Zeit unter Therapie mit Imatinib sekundäre Mutationen in der Tyrosinkinasetasche des BCR-ABL-Fusionsproteins, die eine Resistenz gegenüber dem Medikament vermitteln. Diese Resistenz kann durch Umstellung der Therapie auf andere Thyrosinkinaseinhibitoren, in einigen Fällen durch Dosiserhöhung oder Kombinationstherapie mit IFN-a, ausgeglichen werden.

Aus diesem Grund gewinnt die frühzeitige Detektion dieser Resistenzen zunehmend an klinischer Bedeutung. An 23 unterschiedlichen Codons wurden bisher Mutationen beschrieben. Einige führen zu Konformationsänderungen und andere verhindern direkt eine Bindung des Imatinibs in die Aktivierungsdomäne der Tyrosinkinase ABL. Die Art der Mutation sagt etwas darüber aus, ob eine Dosiserhöhung sinnvoll sein kann. Die Punktmutationen können durch Sequenzierung des ABL-Anteils detektiert werden.