Traumatologie

Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich kommen häufig vor und können so umfangreich sein, dass eine enge Zusammenarbeit mit den benachbarten Fächern der Augenheilkunde, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie und Unfallchirurgie sowie Neurochirurgie notwendig ist. Dies ist am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel gewährleistet.

Als Mitglied des Traumazentrums Nord gelingt es, durch die rasche und interdisziplinäre medizinische Betreuung, Patienten in kürzest möglicher Zeit wieder in das soziale und berufliche Leben einzugliedern.

Ursachen

Die Unfälle im Kopf-Hals-Bereich entstehen durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung auf die Weichteilstrukturen und/oder auf die knöchernen Strukturen. Ursächlich sind hier Verkehrs-, Freizeit-, Sport-, Arbeitsunfälle und Rohheitsdelikte.

Diagnostik

Nach Beurteilung der Kreislaufsituation (ggf. Schockbekämpfung, Sicherung der Atemwege, Kreislaufstabilisierung) muss ein Schädel-Hirn-Trauma (Gehirnerschütterung) ausgeschlossen werden. Liegt ein Schädel-Hirn-Trauma vor, ist eine stationäre Überwachung notwendig, ggf. nach erfolgter bildgebender Diagnostik.

Bei Weichteilverletzungen sollte eine Wundversorgung innerhalb von 8 Stunden nach dem Trauma erfolgen. Der Tetanus-Impfstatus ist zu überprüfen und ggf. aufzufrischen.

Bei klinischem Verdacht auf Frakturen erfolgt nach eingehender Untersuchung eine röntgenologische Diagnostik. Bei ausgedehnten Verletzungen werden benachbarte Fachbereiche konsiliarisch hinzugezogen und ggf. gemeinsam operiert oder in die entsprechende Abteilung verlegt.