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AG Tumorbiologie - Forschungsschwerpunkte

Tumorbiologie / Immuntherapie von Kopf-Hals Karzinomen

Plattenepithelkarzinome repräsentieren zirka 90% aller Malignome im Kopf-Hals-Bereich. Als Hauptrisikofaktoren werden übermäßiger Konsum von Nikotin und Alkohol angesehen, wobei Männer etwa viermal so häufig erkranken wie Frauen. Als anerkannte Therapiemodalitäten gelten heute die Operation, Radiotherapie und Chemotherapie, sowie deren Kombinationen. Fortgeschrittene Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich haben jedoch insgesamt eine sehr schlechte Prognose mit nahezu stagnierenden Überlebensraten.

Daher ist die umfassende molekularbiologische Charakterisierung der Biologie dieser Tumorentität als auch die Entwicklung innovativer immunmodulatorischer Therapieansätze unerlässlich.

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Figure 1: Die mögliche Bedeutung von 'Tumorstammzellen' bei verschiedenen Prozessen der Progression maligner Kopf-Hals Tumore (Head and Neck Squamous Cell Carcinoma, HNSCC), wie etwa Metastasierung, Angiogenese und Immunmodulation sind bislang weitestgehend unklar.

Immunmodulation maligner Kopf-Hals Tumore

Tumorzellen gelingt es immer wieder einer nahezu perfekt erscheinenden Immunabwehr zu entkommen.

Es ist offensichtlich, dass HNSCC im fortgeschrittenen Stadium, obwohl sie lange Zeit stationär wachsen, eine systemische Erkrankung darstellen und neue Therapieverfahren erfordern, die die lokale, vor allem aber eine systemische Interaktion zwischen dem Tu­mor und seinem Wirt berücksichtigen. Die relative Ineffizienz der zur Verfügung stehenden Therapiever­fahren, verbunden mit einem mitunter erheblichen Nebenwirkungsprofil, macht die Suche nach alternativen therapeutischen Strategien dringend erforderlich.

HNSCC sind für die Erprobung immuntherapeutischer Strategien eine besonders geeignete Entität, da aufgrund der oberflächlichen Lokalisation viele Tumoren der direkten klinischen Behandlung bzw. Beobachtung zugänglich sind. Immunologisch gesehen werden HNSCC, wie andere solide Tumoren auch, von zahlreichen mono­nukleä­ren Zellen infiltriert, welche in ihrer Funktion jedoch durch ein komplexes Netzwerk zellulärer und löslicher Faktoren erheblich gestört sind.

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Figure 2: Model der komplexen Interaktion und Immunmodulation zwischen Tumor und Immunsystem (für detailierte Informationen siehe: Pries, R. and B. Wollenberg (2006) Cytokines in Head and Neck Cancer.