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Larynxchirurgie

Der Kehlkopf beherbergt die Schluck-, Atem- und Stimmfunktion auf engem Raum, stellt daher hohe Anforderungen sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht und impliziert eine extrem gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen insbesondere der Phoniatrie, der Anästhesiologie, der Gastroenterologie, der Nuklearmedizin, der Radiologie, der Neurologie, der interventionellen Bronchologie und der Logopädie.

Die gegenseitige Abhängigkeit der drei Funktionen und ihrer Reflexe bedingen das Wechselspiel zwischen gestörter Form und Funktion und müssen insbesondere in der chirurgischen Therapie antizipiert, können aber auch therapeutisch genutzt werden. Neben den gut- und bösartigen Neoplasien des Larynx gehört die Breite der verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten der Stimm- und Schluckstörungen und der Stenosenchirurgie des Kindes- und des Erwachsenenalters zum Repertoire unserer Klinik:

Benigne Veränderungen (funktionell/organisch):

Diagnose: Benigne Neoplasien, Zysten, Zelen, Schreiknötchen, Granulome, Dystonien (spasmodische Dysphonien, etc) Stimmbandhypoplasien, Zenker-Divertikel, Sulcus vocalis, etc.

Therapie: Logopädie/ mikrolaryngoskopische, ggfs laserchirurgische Phonochirurgie, Botulinumtoxin-Injektion, endolaryngeale Augmentation in Oberflächenanästhesie, JET-Narkose oder ITN, laserchirurgische Myotomie

Maligne Veränderungen:

Diagnose: Karzinome (Plattenepithelkarzinom, Adenoid-cystisches Karzinom), Fibro- oder Chondrosarkome,

Therapie: mikrolaryngoskopische Laserchirurgie, offene Teilresektionen, insbesondere die rekonstruktiven Techniken (Epiglottisverschiebelappen, Imbrikationsplastik, suprakrikoidale Teilresektionen), subtotale Laryngektomie nach Pearson, totale Laryngo-(pharyngo-)ektomie mit Rekonstruktion über gestielte oder mikrovaskulär anastomosierte Lappen, multimodale Therapieverfahren des Organerhalts (DeLOS‚ ’’targeted therapy’’), Brachytherapie, Stimmrehabilitation nach totaler Laryngektomie

Glottisinsuffizienz:

Diagnose: ein- oder beidseitige schlaffe Recurrens- oder hohe Vagusparese, Gewebsdefekte nach Tumorchirurgie

Therapie: endolaryngeale Augmentationstechniken (Injektion/Implantation verschiedener Materialien), Medialisierungsoperationen, Kriko-Thyroid-Approximation, ‘’laryngeal framework surgery’’

Laryngeale/tracheale, fixierte/funktionelle Stenosen:

Diagnose: Larynxstenosen, -synechien, beidseitige straffe Recurrensparese, Arytaenoid-Ankylose, weiche und fixierte Trachealstenosen

Therapie: Kielimplantation nach mikrochirurgischer, ggfs laserchirurgischer Stenosenchirurgie, passagere oder permanente Laterofixation nach Lichtenberger (anstelle der früher üblichen Tracheostomie), krikotracheale Resektion, Aufspannung mittels Titanringen, Operation nach Rethi, Stenosenresektion mit End-zu-End-Anastomose

Chirurgische Therapie der Dysphagie/Aspiration:

Diagnose: ein- oder beidseitige schlaffe Recurrens- oder hohe Vagusparese, Gewebsdefekte nach Tumorchirurgie, „Schlucklähmungen“

Therapie: Pharynxraffung, Larynxelevation (Kranioventral-Verlagerung), Myotomie, modifizierte Medialisierungsplastiken, Rekonstruktion einer Neoglottis

Die Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie ermöglicht nicht nur das gesamte Spektrum der modernen diagnostischen Möglichkeiten der Stimm- und Schluckfunktion, sondern neben der logopädischen Stimm- und Schlucktherapie auch viele phonochirurgischen Interventionen in Oberflächenanästhesie mit der Möglichkeit der stroboskopischen Kontrolle.