Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Leistungsspektrum > Kopf-Hals-Onkologie > Rekonstruktion der Fazialisparese

Rekonstruktion der Fazialisparese

Das Gesicht als nicht abdeckbare Kommunikationsebene mit der besonderen Gewichtung der Mimik nicht nur in der verbalen, sondern auch in der nonverbalen emotionalen Kommunikation ist nicht nur bezüglich der Bewegungsfunktion sondern auch im Hinblick auf das Erscheinungsbild in Ruhe ein besonders wichtiges und dringliches Ziel der Rehabilitation.

Insbesondere bei alten Patienten kann eine tumorbedingte schlaffe Facialisparese das Gesicht nicht nur kosmetisch, sondern auch die Augen- und Schluckfunktion (Austrocknung der Kornea mit funktioneller Erblindung, Unmöglichkeit des Mundschlusses beim Trinken und Sprechen) extrem beeinträchtigen.

Bei der Notwendigkeit einer radikalen Parotidektomie stehen uns eine Vielzahl von statischen und dynamischen chirurgischen Verfahren zur Nervenoder muskulären Rekonstruktionen, sowie freien Nerven-Muskeltransplantationen zur Verfügung. Gerade der Umfang und das Ausmaß der verschiedenen rehabilitativen Therapiemöglichkeiten erfordert eine im höchsten Maße individualisierte Aufklärung des Patienten, die neben einer Berücksichtigung medizinischer Faktoren wie dem Stadium, der Histologie und der Prognose auch patienteneigene Charakteristika wie Ansprüche an die Mimik, berufliche Situation, etc. möglichst bereits in die primäre Therapieplanung impliziert.

Bei Patienten mit Rezidivtumoren oder im inkurablen Stadium kann und muss der Aufwand der verschiedenen rekonstruktiven Verfahren in erster Linie an die Prognose des Patienten adaptiert werden. Auch bei inkurablen Patienten im M1-Stadium oder beim ausgedehnten Rezidiv kann ein chirurgisches Vorgehen zur Verbesserung der Funktion der Gesichtsmuskulatur und damit auch der Lebensqualität des Patienten angezeigt sein (Palliativchirurgie). Durch die lokale Resektion mit plastischer Deckung, der Implantation eines Gold- oder Titangewichts im Oberlid als Alternative zur Tarsoraphie und ggfs. durch eine statische Zügelplastik kann das Befinden des Patienten und seine soziale Kompetenz deutlich verbessert werden. Ein Eingriff, der in palliativer Absicht durchgeführt wird, sollte jedoch zu keiner weiteren als der bereits bestehenden funktionellen Einschränkung führen.