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FCE-MC - Towards better understanding of Functional Capacity Evaluation performance in different societal contexts

 

Fragestellung

In zahlreiche Studien, die die Durchführung von Verfahren zur Functional Capacity Evaluation (FCE) zum Forschungsgegenstand hatten, wurden Befunde generiert, die zeigten, dass verschiedene biopsychosoziale Determinanten die Testergebnisse beeinflussen.

Hintergrund

Studien haben die Sicherheit, Inter- und Intra-Rater-Reliabilität, Test-Retest-Reliabilität und die prädiktive Validität von Testsystemen zur FCE geprüft. Allerdings unterscheiden sich die typischerweise national begrenzten Studienergebnisse. Die multinationale und multizentrische Studie untersuchte daher mit gleichen und standardisierten Instrumenten relevante Determinanten der Testergebnisse und die Varianz zwischen Beobachtern und Ländern.

Methoden

Die Studie FCE-MC wurde als Querschnittsstudie in der regulären rehabilitativen Versorgung durchgeführt. Die eingeschlossenen Patienten waren 18 bis 65 Jahre alt, hatten unspezifischen subakuten oder chronischen Schmerz und wurden mit einem Verfahren zur FCE getestet. Abhängige Variablen waren das bewältigte Gewicht beim Heben von Boden zur Taille, der Sechs-Minuten-Gehtest und die Handkraft.

Die Patienten füllten einen kurzen Fragebogen zu Schmerz und schmerzassoziierten Faktoren, Arbeitsfähigkeit und schmerzbedingter Beeinträchtigung aus. Die durchführenden Therapeuten bearbeiteten zwei Fragebögen: einen zum getesteten Patienten und zur Testdurchführung sowie einen Selbstauskunftsbogen. Letzterer umfasste auch ein Item zu den Schmerzvermeidungsüberzeugungen des Therapeuten.

Die Sektion Rehabilitation und Arbeit koordinierte die Erhebung der Daten in den in Deutschland beteiligten Rehabilitationseinrichtungen und unterstützte die Datenauswertung.

Ergebnisse

Es wurden 372 Patienten und 54 Therapeuten aus 18 Einrichtungen und acht Ländern eingeschlossen. Die Körpergröße der Teilnehmer und die selbst berichtete Schmerzintensität waren mit allen drei Zielkriterien assoziiert. Das beim Hebetest bewältigte Gewicht war zusätzlich determiniert durch Geschlecht, selbst berichtete sowie die durch die testende Person beobachtete Anstrengung bei der Testdurchführung, soziale Isolation, schmerzbezogene Beeinträchtigungen und einen vorzeitigen Testabbruch. Das Ergebnis des Sechs-Minuten-Gehtests hing zusätzlich mit dem Body Mass Index, der Herzfrequenz am Testende, selbst berichteter Anstrengung während des Tests, Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage und einem vorzeitigen Testabbruch zusammen. Das Ergebnis des Handkrafttests war zusätzlich mit Alter, Geschlecht, den von Schmerz betroffenen Körperregionen, Katastrophisieren und den Arbeitsanforderungen assoziiert. Die in den finalen Regressionsmodellen als feste Effekte berücksichtigten Variablen erklärten 38 bis 65 % der Gesamtvarianz. Die zufälligen Effekte, die die durchführenden Personen und Länder repräsentierten, erklärten 1 bis 39 % der Residualvarianz in den Modellen.

Die Testergebnisse waren deutlich mit biopsychosozialen Faktoren assoziiert. Die zufälligen Effekte, die die durchführenden Personen und Länder repräsentierten, erklärten einen erheblichen Teil der Ergebnisvarianz. Gesellschaftliche Faktoren sind offenbar ein wichtiger Einflussfaktor und sollten bei international vergleichenden Analysen berücksichtigt werden.

 

Laufzeit

07/2015-12/2017

Förderung

Sektionsmittel

Kooperationen

Department of Rehabilitation Medicine, University Medical Center Groningen, University of Groningen

Ansprechpartner/-in

 

Bild von Matthias Bethge
Prof. Dr. Matthias Bethge
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Sektion: Rehabilitation und Arbeit
Telefon Lübeck: 0451 500-51280 | Fax: -51208

 

Publikationen

Ansuategui Echeita J, Bethge M, van Holland BJ, Gross DP, Kool J, Oesch P, Trippolini MA, Chapman E, Cheng ASK, Sellars R, Spavins M, Streibelt M, van der Wurff P, Reneman MF. Functional Capacity Evaluation in different societal contexts: results of a multicountry study. J Occup Rehab; doi:10.1007/s10926-018-9782-x