Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > KIVI - Kognitive Interviews zu Veränderungsitems

KIVI - Kognitive Interviews zu Veränderungsitems

Fragestellung

Für die zukünftige Entwicklung der Rehabilitation ist die Frage nach ihrer Wirksamkeit von entscheidender Bedeutung. Die Messung der Ergebnisqualität wird in Zukunft ein immer wichtigerer Bestandteil der Qualitätssicherung im Bereich der medizinischen Rehabilitation werden. Die Evaluation von Rehabilitationsmaßnahmen erfolgt in Deutschland bisher überwiegend in Eingruppen-Prä-Post-Studiendesigns. Dabei zeigt sich eine auffällige Diskrepanz zwischen der überwiegend guten bis sehr guten Bewertung des langfristigen Erfolgs der Rehabilitation durch die Patienten und den oft nur geringen Effektstärken bei indirekten Methoden der Veränderungsmessung. Dieser Widerspruch ist bislang ungeklärt.

Projektbeschreibung

Über die Deutsche Rentenversicherung Nord wurden 34 Probanden rekrutiert. Vor der Rehabilitation bekamen die Probanden einen Fragebogen zur Beurteilung ihres Gesundheitszustands zugeschickt. Nach der Rehabilitation wurde in Interviews mithilfe der Kombination von Techniken des kognitiven und problemzentrierten Interview erforscht, wie die Rehabilitanden unterschiedliche Fragen zur Veränderungsmessung verstehen, welche kognitiven Prozesse ihr jeweiliges Antwortverhalten bestimmen und inwieweit sich die Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen der verschiedenen Arten der Veränderungsmessung durch sie erklären lassen. Als theoretische Grundlage des Interviews dienen das 4-Stufen-Antwort-Modell von Tourangeau sowie Theorien aus dem Bereich der Sozialpsychologie (Theorie sozialer Vergleichsprozesse) und Kognitionspsychologie (Response shift, Implizite Veränderungstheorien). Während der Auswertung der Interviews entwickelte Erklärungsansätze wurden anhand des Materials erneut auf ihre Gültigkeit geprüft und das gesamte Textmaterial anschließend mithilfe einer Software für computergestützte qualitative Datenanalyse kodiert. Der Auswertungsprozess orientierte sich insgesamt am Konzept des thematischen Kodierens und den Empfehlungen zur Auswertung von kognitiven Interviews. Ergebnis der Auswertung der Interviews soll eine beschreibende Rekonstruktion der individuellen Antwortprozesse sein. Außerdem sollen Unterschiede zwischen den Antworten bzgl. der verschiedenen Arten der Veränderungsmessung und differentielle Unterschiede zwischen den einzelnen Patienten herausgearbeitet werden.

Ziel

Anhand der in dieser Studie gewonnenen Erkenntnisse soll ein empirisches Modell der Beantwortung der unterschiedlichen Typen von Fragen zur Veränderungsmessung entwickelt werden.

Laufzeit

01/2008 - 12/2009

Förderer

BMBF

Ansprechpartner

Dipl.-Psych. Nadine Pohontsch

Dr. Thorsten Meyer

Prof. Heiner Raspe

 

Kooperation

Dr. Oskar Mittag, Universität Freiburg, Prof. Dr. Thomas Kohlmann, Universität Greifswald

Publikationen

Pohontsch N, Meyer T (eingereicht) Das kognitive Interview - Ein Instrument zur Entwicklung und Validierung von Erhebungsinstrumenten. Rehabilitation