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Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > Reha-Regio – Regionale Determinanten für die Wiedereingliederung nach medizinischer Rehabilitation

Reha-Regio – Regionale Determinanten für die Wiedereingliederung nach medizinischer Rehabilitation

 

Fragestellung

Im Projekt soll untersucht werden, ob regionale Merkmale, wie Arbeitsmarkt, medizinische Versorgung und Siedlungsstruktur die Wiedereingliederung ins Erwerbsleben nach medizinischer Rehabilitation beeinflussen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob regionale Merkmale den Einfluss personenbezogener Merkmale auf die Wiedereingliederung ins Erwerbsleben moderieren.

Hintergrund

Ziel der medizinischen Rehabilitation ist die Verbesserung und Wiederherstellung von Erwerbsfähigkeit, um Erwerbsminderung vor dem regulären Renteneintritt zu verhindern oder aufzuschieben. Die Rückkehr in Arbeit ist daher ein zentraler Indikator, um den Erfolg der medizinischen Rehabilitation zu bewerten. Die Rückkehr in Arbeit kann auch herangezogen werden, um die Qualität der Rehabilitation auf Einrichtungsebene zu vergleichen. Ob ein Rehabilitand nach einer medizinischen Rehabilitation wieder ins Erwerbsleben zurückkehrt, ist jedoch auch von Faktoren abhängig, die er selbst oder auch die Rehabilitationseinrichtung nicht beeinflussen kann. So können Merkmale des Wohnortes des Rehabilitanden, wie die Struktur des Arbeitsmarktes, die Erreichbarkeit und das Vorhandensein medizinischer Versorgung, ebenfalls einen Einfluss auf die berufliche Wiedereingliederung haben. So konnten einige Studien konnten einen Einfluss einer hohen regionalen Arbeitslosenquote auf den Erfolg beruflicher Bildungsleistungen zeigen. Darüber hinaus war ein Effekt personenbezogener Merkmale bei einer hohen regionalen Arbeitslosenquote besonders ausgeprägt. Betrachtet man weiterhin die Versorgung durch Haus- und Fachärzte, zeigen sich in Deutschland deutliche regionale Unterschiede. Vielerorts kann der Bedarf nicht gedeckt werden; eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen wird. Regionale Unterversorgung geht mit einer herabgesetzten Inanspruchnahme ärztlicher Behandlungen einher. Da Ärzte eine wichtige Rolle beim Identifizieren von Rehabilitationsbedarf und der Beantragung von medizinischen Rehabilitationsleistungen haben, kann ärztliche Unterversorgung dazu führen, dass Rehabilitations-bedarf zu spät oder gar nicht erkannt wird. Eine regionale ärztliche Unterversorgung kann darüber hinaus dazu führen, dass weiterführende Behandlungen nach der Rehabilitation (z. B. die Aufnahme einer psychotherapeutischen Behandlung) nicht wahrgenommen werden.

Methoden

Die Datengrundlage beruht auf zwei Datenquellen: dem Scientific Use File „Abgeschlossene Rehabilitation im Versicherungsverlauf 2008 bis 2015“ und aggregierten raumbezogenen Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung („Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung“), die für denselben Zeitraum vorliegen. Beide Datensätze werden auf Ebene des Landkreises der versicherten Person mit einander verknüpft. Primäres Zielkriterium ist die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit nach der Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation nach 12 Monaten. Sekundäre Zielkriterien sind der Bezug von Arbeitslosengeld I, der Bezug von sonstigen Leistungen und der Bezug von Erwerbsminderungsrente, jeweils 12 Monate nach der Inanspruchnahme medizinischer Rehabilitation. Eingeschlossen werden 30- bis 63-jährige Personen mit abgeschlossener Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Ausgeschlossen werden Personen mit Rentenantrag vor Beginn der Rehabilitationsleistung. Die Analysen erfolgen mittels generalisierter Mehrebenenmodelle.

Laufzeit

03 / 2018 - 09 / 2019

Förderung

Deutsche Rentenversicherung Bund

Ansprechpartner

Bild von Matthias Bethge
Prof. Dr. Matthias Bethge
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Sektion: Rehabilitation und Arbeit
Telefon Lübeck: 0451 500-51280 | Fax: -51208

 

Katja Spanier, M.A.
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51285 | Fax: -51208

 

Publikationen

noch keine