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Startseite > Forschung > FB IV - Rehabilitationsforschung > Steigerung der Langzeiteffekte onkologischer Rehabilitation durch eine Nachsorge-App (ReNaApp)

Steigerung der Langzeiteffekte onkologischer Rehabilitation durch eine Nachsorge-App (ReNaApp)

 

Fragestellung

Im vorliegenden Projekt sollen die Patientinnen mit Brustkrebs in der Zeit nach einem Reha- Aufenthalt durch eine Nachsorge-App bei ihren Vorsätzen und deren Umsetzung unterstützt und durch entsprechende Rückmeldungen durch die App motiviert werden. Die Rehabilitandinnen dokumentieren ihre Vorsätze hinsichtlich körperlicher Aktivität und deren Umsetzung in Tagebuchform in der App, daraufhin erfolgt ein Feedback direkt über die App. Diese Weiterentwicklung des Nachsorgekonzepts „Neues Credo“ soll in der onkologischen Rehabilitation erprobt und evaluiert werden.

 

Hintergrund

Mit einer Inzidenz von ca. 69.000 Fällen in Deutschland pro Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau. Aktuell erkrankt damit etwa jede achte Frau an Brustkrebs, drei von zehn Betroffenen sind dabei jünger als 55 Jahre. Brustkrebspatientinnen haben mit einer Vielzahl von Symptomen, Neben- und Folgewirkungen zu kämpfen. Zur effektivsten Strategie, diesen Problemen nach einer onkologischen Erkrankung zu begegnen, zählt körperliche Aktivität. Körperliche Aktivität steigert das Wohlbefinden, die Lebensqualität und auch die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einer Krebserkrankung. Körperliche Aktivität trägt auch zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit bei. Dies ist für Krebspatienten von besonderer Bedeutung, da für die meisten Betroffenen die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz als Rückkehr zur Normalität verstanden wird. Jedoch fällt die Aufnahme körperlicher Aktivität eben gerade aufgrund der oben genannten Symptome schwer. Die medizinische Rehabilitation kann hier Hilfestellungen leisten und den Grundstein für die Aufnahme von körperlicher Aktivität legen. Um die aufgenommene körperliche Aktivität von der Rehabilitation in den Alltag zu transferieren, bedarf es adäquater Nachsorgestrategien. Ein besonders effektives Nachsorgekonzept, das die Aufnahme und Beibehaltung körperlicher Aktivität zum Ziel hat, ist das „Neue Credo“. Auf der Basis des Neuen Credo wird die Smartphone-App entwickelt.

 

Methoden

Es wird eine Mixed-Methods-Studie durchgeführt, die folgende Studienteile beinhaltet:

A) Quasi-randomisierte, prospektive Längsschnittstudie (sequenzielles Studiendesign). Die Evaluation erfolgt durch eine schriftliche Befragung zu drei Messzeitpunkten (Beginn und Ende Rehabilitation sowie nach 12 Monaten). Primäre Zielgrößen: Teilhabe, Lebensqualität, Rückkehr zur Arbeit. Sekundäre Zielgrößen: u.a. Parameter der subjektiven Gesundheit, berufliche Belastungen, Arbeitsfähigkeit und subjektive Erwerbsprognose,

B) Qualitative Analyse von Interviews und Fokusgruppen hinsichtlich Feasibility und Akzeptanz,

C) Formative Evaluation der App,

D) Gesundheitsökonomische Evaluation.

Eingeschlossen werden erwerbsfähige Rehabilitandinnen mit Mammakarzinom in einer Anschlussrehabilitation im Alter von 18 bis 60 Jahren. Konsekutive Rekrutierung in 5 Reha-Einrichtungen in Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Es werden N=370 Rehabilitandinnen je IG und KG in die Studie eingeschlossen.

Laufzeit

2019 - 2023 (51 Monate)

Förderung

Deutsche Rentenversicherung Bund

Kooperationen

5 Rehabilitationseinrichtungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Andreas Schrader, Institut für Telematik, UzL

Prof. Nicole Jochems, Institut für Multimediale und Interaktive Systeme, UzL

Dr. Iris Brandes, Medizinische Hochschule Hannover

Prof. Thomas Kohlmann, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald

 

Ansprechpartner/-in

Bild von Ruth Deck
Prof Dr. phil. Dipl.-Soz. Ruth Deck
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Leitung, Fachbereich Rehabilitation
Telefon Lübeck: 0451 500-51211 | Fax: -51204

 

 

Bild von Mercedes Rutsch
Mercedes Rutsch, M.A.
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon Lübeck: 0451 500-51235