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Internistische Altersmedizin – Geriatrie am UKSH

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, liebe Angehörige, 
sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

der zunehmende Bedarf an altersmedizinischer Expertise wird an vielen Stellen sichtbar. Wir begegnen immer mehr Patienten, welche wegen einer Vielzahl an chronischen Erkrankungen im Alltag eingeschränkt sind. Kommt nun noch eine weitere Erkrankung hinzu, z.B. eine Lungenentzündung, ein Sturz oder akute Probleme mit dem Diabetes, dann kann die Rückkehr in die Selbstständigkeit gefährdet sein.

Die Internistische Altersmedizin wendet sich an diese Patientinnen und Patienten, die in der Regel über 65 Jahre alt sind, durch eine akute Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen wurden und darüber hinaus funktionell eingeschränkt sind. Typischerweise handelt es sich um Einschränkungen in der Beweglichkeit, in der Belastbarkeit (Treppensteigen), in der Konzentration oder auch anderen Bereichen.

Die Internistische Altersmedizin betreibt zusammen mit der Abteilung für Neurogeriatrie des Neurozentrums die Station für Interdisziplinäre Geriatrie A2.

Was macht die Internistische Altersmedizin am UKSH besonders?

Die Internistische Altersmedizin erfüllt alle Anforderungen an eine Geriatrische Abteilung. Geleitet durch einen Internisten mit den Zusatzbezeichnungen Geriatrie und Palliativmedizin und angetrieben durch ein gut ausgebildetes Pflegeteam mit Begeisterung für geriatrische Aufgaben, gehört zu der Abteilung ein Team aus Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Logopäden, Neuropsychologinnen und Sozialdienstlern.

Zugeschnitten auf den Bedarf des Patienten wird zu Beginn des Aufenthaltes ein Konzept für Diagnostik und Therapie entworfen, welches durch engen interdisziplinären Austausch umgesetzt und gegebenenfalls angepasst wird. Die Priorisierung der Aufgaben und Ziele erfolgt in enger Abstimmung mit dem Patienten und seiner Familie

Die Besonderheit der Station A2 ist die eng verzahnte Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neurogeriatrie des Neurozentrums und die unmittelbare Verfügbarkeit nahezu aller medizinischer Disziplinen eines Universitätscampus. Auch seltene Erkrankungen können, z.B. durch den Kontakt zur Rheumatologie oder der Dermatologie, untersucht und behandelt werden.

Wem werden Sie auf unserer Station begegnen?

Das ärztliche Team besteht aus Fachärzten für Innere Medizin oder Neurologie mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie. Darüber hinaus treffen Sie auf Ärztinnen und Ärzte in der fortgeschrittenen Weiterbildung.

Das Pflegeteam besteht aus Kranken- und Gesundheitspflegerinnen und -pflegern, die sich für geriatrische Aufgaben interessieren und großen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit legen. Ein Teil des Pflegeteams ist auf dem Gebiet der Geriatrie curricular weitergebildet.

Der lebhafte Stationsalltag ist geprägt von den Trainings- und Übungseinheiten der Physio- und Ergotherapeuten. Zum Teil am Krankenbett, aber auch in den Therapieräumen werden unsere Patienten untersucht und erhalten eine angepasste und zielgerichtete Therapie. Wenn unsere Patienten an Schluck-, Sprech- oder Sprachstörungen leiden, dann wird ein Logopäde mit eingebunden. Zur Differentialdiagnostik kognitiver und/oder affektiver Störungen verfügen wir in Zusammenarbeit mit der Neurogeriatrie über die Möglichkeiten der Neuropsychologie. Bereits zu Beginn des Stationsaufenthaltes (oft auch schon zuvor) beteiligen sich die Mitarbeiter des Sozialdienstes an der Entlassungsplanung.

Auf unserer Station legen wir Wert auf Aus- und Weiterbildung: Sie treffen auf Studierende der Medizin und der Pharmazie, die an unterschiedlichen Stationen ihrer Ausbildung auf unserer Station hospitieren oder famulieren. Zusammen mit derKrankenpflegeschule unseres Campus bilden wir Kranken- und Gesundheitspflegerinnen und -pfleger aus, die sich in der zweiten Hälfte ihrer Ausbildung befinden.

Möglicherweise lernen Sie unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter kennen. Wir sind zentral und Themen-gebend in die multizentrische Studie ComOn („Cognitive and motor interaction in older populations“, Studienleitung: w.maetzler@neurologie.uni-kiel.de) eingebunden, in der wir 1000 Patienten vor und nach der stationären Therapie ausführlich mit modernsten Methoden untersuchen. Diese Studie soll helfen, unsere Therapie noch besser mit Ihnen abstimmen zu können.

Wir schätzen in besonderer Weise die Mitarbeit des LOGGiA-Teams des UKSH, das uns bei der Einschätzung von kognitiven und Verhaltensänderungen unterstützt. 

Weiter werden wir durch das Team für Klinische Pharmazie unterstützt, welches uns – teilweise gestützt auf elektronische Datenbanken – in Fragen der Medikamentierung berät und den Blick auf die Probleme der Unter- bzw. Übermedikation gerichtet hält.  Darüber hinaus treffen Sie auf unserer Station die Mitarbeiter der Ernährungs- und Diätberatung und eventuell die Experten der Antibiotic Stewardship

Wie und wann erfolgt die Verlegung auf die Station für Interdisziplinäre Geriatrie?

Die ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Internistischen Stationen sprechen mit ihren Patienten über die Möglichkeit einer Verlegung auf unsere Station A2, sobald sie einen Bedarf an geriatrischer Versorgung erkennen oder vermuten. Wenn notwendig, erfolgt eine Visite durch den Geriater. Sobald die Indikation gestellt ist und die Patienten dies auch wünschen, erfolgt bei nächster Möglichkeit die Verlegung. 

Wie können Ihre Angehörigen Sie während des Aufenthaltes unterstützen?

Angehörigenbesuch ist gerne gesehen! Die Angehörigen sollten sich mit dem Therapieteam absprechen, um auch sicher sein zu können dass der Besuch erfolgreich ist und der von uns versorgte Patient nicht gerade in einer Therapieeinheit oder zur Diagnostik im Haus unterwegs ist.

Patienten auf unserer Station benötigen legere Tageskleidung. Sie sollen tagsüber so viel Zeit wie möglich außerhalb des Krankenbettes verbringen.

Bringen Sie in Ihrem Hause bereits vorhandene Hilfsmittel, z.B. Rollstuhl, Rollatoren, Gehstöcke, vor allem aber die Brille und das Hörgerät mit. Wertsachen sollten Sie möglichst zu Hause lassen.

Halten Sie sich für ein Gespräch mit dem Stationsarzt und den Mitarbeitern des Sozialdienstes bereit. Je mehr Informationen wir über die bisherige Lebenssituation und die Wünsche bekommen, umso besser können wir unsere Arbeit auf Sie abstimmen.

Möchten Sie mehr über Geriatrie und unsere Station wissen?

Eine Übersicht über die Aufgaben der Geriatrie finden Sie hier: https://www.dggeriatrie.de/ueber-uns/was-ist-geriatrie. Sprechen Sie uns auch direkt an oder besuchen Sie uns. Wir bitten hier darum, einen Termin zu vereinbaren.

Sie erreichen uns per eMail (internistische.altersmedizin.kiel@uksh.de), telefonisch (0431 500-22490), per Fax (0431 500-22494) oder persönlich auf der Station A2, zweiter Stock des „A-Turms“ im Gebäude der Chirurgie (Haus 18).