Doppelte Exzellenz: Lübecker Kardiologie gewinnt zwei bedeutende Forschungspreise

Mittwoch, 12. November 2025

Die Medizinische Klinik II für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, konnte in diesem Herbst gleich zwei hochrangige wissenschaftliche Auszeichnungen entgegennehmen. Damit setzt das Team um Klinikdirektor Prof. Dr. Ingo Eitel eindrucksvolle Akzente in der translationalen und klinischen kardiovaskulären Forschung.

Der weltweit größte Kardiologiekongress, der ESC Congress 2025 der European Society of Cardiology (ESC), fand in diesem Jahr in Madrid statt. Katharina Kurz wurde dort für ihren Beitrag „Neutrophil-driven inflammation in Takotsubo syndrome: insights from patient data and a translational murine model“ mit dem renommierten Working Groups Award der ESC im Bereich Basic Research on Myocardial Function ausgezeichnet.

Frau Kurz forscht als Doktorandin in der Nachwuchsgruppe von Dr. Elias Rawish unter Betreuung ihres Doktorvaters Prof. Dr. Thomas Stiermaier am pathophysiologischen Verständnis des Takotsubo-Syndroms (auch bekannt als Broken-Heart-Syndrom). Ihre Arbeiten zeigen erstmals das therapeutische Potenzial einer gezielten Hemmung der Migration neutrophiler Granulozyten in diesem Krankheitsbild auf und könnten künftig neue Behandlungsstrategien für betroffene Patientinnen und Patienten eröffnen.

Auch auf nationaler Ebene war die Lübecker Kardiologie erfolgreich:

Im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) erhielten Dr. Dominik Jurczyk und Dr. Elias Rawish für ihre gemeinsame klinische Studie „Clinical Outcomes after Left Atrial Appendage Occlusion in Patients with Prior Intracerebral Hemorrhage: a Global Retrospective, Propensity Score–Matched Analysis“ den 2. Platz im renommierten Sven-Effert-Posterpreis.

Die Arbeit zeigt, dass der interventionelle Vorhofohrverschluss bei Patientinnen und Patienten mit vorausgegangener Hirnblutung gegenüber einer konventionellen medikamentösen Blutverdünnung deutliche Vorteile hinsichtlich der Vermeidung von Schlaganfällen und Blutungskomplikationen bietet.

Prof. Ingo Eitel betont: „Die Breite unserer prämierten Forschungsarbeiten – von den molekularen Mechanismen über innovative Therapiekonzepte bis hin zur klinischen Anwendung – unterstreicht das große Potenzial unseres Standorts. Unser Team zeigt, was Spitzenkardiologie in Lübeck bedeutet.“

Mit diesen beiden Auszeichnungen bekräftigt das Herzzentrum Lübeck seine führende Rolle in der kardiologischen Forschung – ein starkes Signal für wissenschaftliche Exzellenz, patientennahe Innovation und erfolgreiche Nachwuchsförderung.

Med2_Luebeck_Meldung_-Doppelte-Exzellenz_Foto1 Foto 1 v.l.n.r.: Dr. E. Rawish, Dr. D. Jurczyk

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Med2_Luebeck_Meldung_-Doppelte-Exzellenz_Foto2 Foto 2: v.l.n.r.: Prof. Dr. med. I. Eitel, Prof. Dr. med. T. Stiermaier, K. Kurz, Dr. E. Rawish

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