Herausragender Erfolg für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Medizinischen Klinik II für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin: Auf der 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) in Mannheim wurden Dr. Elias Rawish, Timo Rusack und Felicitas Lemmer mit Young Investigator Awards ausgezeichnet. Mit einem 1. Platz und zwei 2. Plätzen in unterschiedlichen wissenschaftlichen Kategorien unterstreicht das Forschungsteam um Klinikdirektor Prof. Dr. Ingo Eitel seine besondere Stärke in klinischer Forschung, translationaler Grundlagenforschung und datenbasierter kardiovaskulärer Medizin.
Dr. Elias Rawish erreichte den 1. Platz im Young Investigator Award Herzinsuffizienz. In seiner ausgezeichneten Arbeit untersuchte er anhand der bislang größten zu diesem Thema analysierten Real-World-Kohorte Patientinnen und Patienten mit Takotsubo-Syndrom (auch bekannt als Broken-Heart-Syndrom) und zeigte, dass eine Therapie mit SGLT2-Inhibitoren mit einem verbesserten Langzeitüberleben assoziiert ist, ein klinisch hochrelevanter Befund für eine Erkrankung, deren pharmakologische Behandlung bislang nur begrenzt evidenzbasiert ist.
Timo Rusack wurde mit dem 2. Platz im Rudi-Busse-Young Investigator Award für experimentelle Herz- und Kreislaufforschung ausgezeichnet. Seine Arbeit identifiziert den Sphingolipid-Stoffwechsel als potenziellen pharmakotherapeutischen Ansatzpunkt bei der kalzifizierenden Aortenklappenerkrankung und eröffnet damit einen cholesterinunabhängigen, translationalen Therapieansatz für eine bislang überwiegend interventionell oder chirurgisch behandelte Erkrankung. Das Grundlagenforschungsprojekt entstand in der Nachwuchsarbeitsgruppe von Dr. Elias Rawish und wird durch den stellvertretenden Klinikdirektor und Leiter des Bereichs Strukturelle Herzerkrankungen, Prof. Dr. Christian Frerker, betreut.
Felicitas Lemmer erhielt den 2. Platz im DGK-AFNET-Young Investigator Award – Vorhofflimmern. Ihre prämierte Real-World-Analyse untersuchte Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern und Leberzirrhose und zeigte, dass der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohrs gegenüber oraler Antikoagulation mit einem günstigeren klinischen Nettonutzen assoziiert sein kann. Die Arbeit adressiert eine relevante Evidenzlücke, da Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose aufgrund ihres gleichzeitig erhöhten Blutungs- und Thromboembolierisikos in vielen randomisierten Studien ausgeschlossen wurden und für diese Hochrisikopopulation bislang nur eine begrenzte Datenbasis zur Verfügung steht.
„Diese Auszeichnungen sind ein eindrucksvoller Beleg für die wissenschaftliche Exzellenz, Innovationskraft und das außergewöhnliche Engagement unseres wissenschaftlichen Nachwuchses“, sagt Prof. Dr. Ingo Eitel, Direktor der Medizinischen Klinik II. „Besonders freut mich, dass die prämierten Arbeiten zentrale Zukunftsfelder der Herzmedizin adressieren: innovative Pharmakotherapie, präzise klinische Risikostratifizierung und translationale Mechanismenforschung. Der Erfolg von Elias Rawish, Timo Rusack und Felicitas Lemmer zeigt, wie stark klinische Exzellenz, moderne Datenanalyse und experimentelle Forschung an unserer Klinik ineinandergreifen.“
