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Interventionelle Therapien in der Akutkardiologie

 

Leitung

PD Dr. med. Janine Pöss

 

Mitarbeiter:

  • Dr. Jelena Köster
  • Dr. Moritz Meusel
  • Nada Alnaggar
  • Sebastian Kupp
  • Robert Kaemper (Doktorand)
  • Kim Gruber (Doktorandin)

 

1. Außerklinischer Herz-Kreislauf-Stillstand

Etwa 70.000-100.000 Menschen erleiden in Deutschland pro Jahr einen außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand. Leider sind trotz des medizinischen Fortschrittes der letzten Jahre die Überlebensraten weiterhin sehr niedrig. Eine systematische Erfassung der Charakteristika dieser Patienten ist von großer Bedeutung um das Krankheitsbild besser zu verstehen und um zukünftig eine bessere Patientenversorgung zu gewährleisten. Daher ist eine große, deutschlandweite Beobachtungsstudie geplant, im Rahmen derer verschiedene, bislang noch ungeklärte Fragestellungen zu diesem Thema beleuchtet werden sollen. Unter anderem sollen prognostisch wichtige Faktoren gefunden und die Bedeutung des Einsatzes von Herz-Lungen-Maschinen in dieser Situation untersucht werden. Die geplante Untersuchung wird durch Fördergelder der Else-Kröner-Fresenius Stiftung (100.000 Euro) sowie durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie unterstützt.

Beteiligte Mitarbeiter:  Jelena Köster, Robert Kämper

 

2. Lungenarterienembolie

Die Lungenarterienembolie (LAE) ist als dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung eine Hauptursache für Hospitalisierung, Morbidität und Mortalität in den westlichen Industrienationen. In Deutschland sterben pro Jahr jährlich schätzungsweise etwa 40.000 Menschen an einer LAE. In einem klinischen Projekt sollen verschiedene prognostische Faktoren dieses lebensbedrohlichen Krankheitsbildes näher untersucht werden.

Beteiligte Mitarbeiter: Moritz Meusel, Sebastian Kupp, Kim Gruber

 

3. Kardiogener Schock

Der kardiogene Schock (KS) ist eine lebensbedrohliche Komplikation des Herzinfarktes. Er entsteht zumeist durch ein Pumpversagen des linken Herzens. Die Sterblichkeitsrate liegt trotz medizinischer Fortschritte weiterhin bei etwa 40%. Die Abschätzung der Prognose von Patienten mit KS ist für die Planung der weiteren Behandlung von elementarer Bedeutung. In einer eigenen Arbeit wurde in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Thiele aus dem Herzzentrum Leipzig ein Prognosescore für Patienten mit KS erstellt. Basierend auf der bislang größten Studie in die Patienten mit KS eingeschlossen wurden soll nun ein neuer, vereinfachter, Prognosescore erstellt werden.

Beteiligte Mitarbeiter: Janine Pöss

 

4. Interventionelle Mitralklappenreparatur (MitraClip ®)

Die Mitralklappeninsuffizienz ist ein häufiger Herzklappenfehler. Typische Symptome der Patienten sind Luftnot sowie Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen. Die Undichtigkeit entsteht entweder durch strukturelle Defekte der Herzklappe selbst („primär“) oder durch Veränderungen des Herzklappenapparates im Rahmen einer chronischen Herzschwäche („sekundär“). Die interventionelle Herzklappenreparatur über die Leiste mittels dem MitraClip® Device ist ein minimal-invasives Verfahren, mit dem Patienten mit einem hohen Operationsrisiko bzw. inoperable Patienten sicher behandelt werden können. Viele dieser Patienten leiden unter der häufigen Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern. In einer Untersuchung soll geklärt werden, wie ausgeprägt bei diesen Patienten die Blutverdünnung nach der interventionellen Mitralklappenreparatur sein muss.

Beteiligte Mitarbeiter: Nada Alnaggar, Janine Pöss

 

5. Digitalisierung in der Medizin

Vor dem Hintergrund des exponentiell wachsenden Wissens in der Medizin und der damit verbundenen „Informationsflut“ sowie der steigenden Notwendigkeit zur exakten Dokumentation wird es vor allem für junge Mediziner immer schwieriger, die vorhandenen Leitlinienempfehlungen im klinischen Alltag anzuwenden. Ein wesentlicher Ansatz, das vorhandene Wissen effizient zu nutzen, besteht in der zunehmenden Implementierung digitaler Anwendungen. Durch Mitarbeit in der Task Force „Medical Apps in der Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) werden digitale Tools entwickelt, die das umfangreiche Wissen für den klinischen Alltag verfügbar machen.

Beteiligte Mitarbeiter: Sebastian Kupp, Nada Alnaggar, Janine Pöss