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Klinische und translationale Studien im Herzkatheterlabor

 

Leitung

Mohammed Saad, MD

Mitarbeiter:

  • Dr. med. Christoph Marquetand
  • Arthur Kroczek

 

Pulmonale Ballonangioplastie bei inoperablen Patienten mit chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie

Pulmonale Hypertonie (PH) ist eine Erkrankung, die durch einen Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf und oft einen zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes in den Lungenarterien mit erhöhtem pulmonalarteriellem Druck gekennzeichnet ist. Chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) ist ein Form der PH, die auf eine unvollständige Auflösung von pulmonalen Thromboembolien zurückzuführen ist. Die pulmonalen Thrombembolien organisieren sich in fibrösem Gewebe innerhalb der Pulmonalarterienäste und füllen die Pulmonalarterienlumina mit Kollagenobstruktionen.

Die Behandlung der Wahl ist die operative pulmonale Endarteriektomie (PEA). Bei Patienten, die nicht für eine PEA in Frage kommen oder die nach der Operation eine wiederkehrende oder anhaltende pulmonale Hypertonie haben, ist eine medizinische Behandlung mit Riociguat von Vorteil. Darüber hinaus stellt die perkutane Ballon-Pulmonalangioplastie (BPA) eine Option dar und verspricht hämodynamische und funktionelle Vorteile für inoperable Patienten. Mit Ballon über Führungsdrähten bricht BPA die intraluminale Webs und Bänder und im Allgemeinen sind Wiederholungssitzungen erforderlich. Beobachtungsstudien berichten, dass BPA die Hämodynamik, die Symptome und die Funktionsfähigkeit von Patienten mit CTEPH verbessert.

Aktuelle Projekte

Safety and efficacy of Balloon pulmonary angioplasty in patients with chronic thromboembolic pulmonary hypertension.

 

Vorhofohrverschluss

Vorhofflimmern (AF) ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung, die in der klinischen Praxis auftritt. Eine der Komplikationen der Vorhofflimmern ist die Entstehung von Thromboembolien, die zu einem tödlichen oder behindernden Schlaganfall führen. Orale Antikoagulation (OAK) ist die Standardbehandlung zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit AF mit erhöhtem Schlaganfallrisiko. Es gibt jedoch mehrere Hindernisse für eine langfristige OAC-Therapie, z.B. das Risiko schwerer Blutungen oder die Notwendigkeit häufiger Blutuntersuchungen. Obwohl neuere orale Antikoagulanzien entwickelt wurden, sind diese Medikamente auch mit schwerwiegenden Blutungen konfrontiert. Daher sind alternative Behandlungsmöglichkeiten zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko erforderlich. Der Verschluss des perkutanen linken Vorhofanhangs (LAA) ist eine Therapie, die bei Patienten mit nicht-valvulärem VHF (keine Kunstklappe oder Vorhanden einer Mitralklappenstenose) mit hohem Schlaganfallrisiko und Kontraindikationen für die OAK in Betracht gezogen werden sollte. Zugelassen sind verschiedene Devices aber am häufigsten sind der Watchman und der Amulet implantiert.

Aktuelle Projekte

Comparison of Watchman versus Amulet left atrial appendage occlusion device in patients with atrial fibrillation. A retrospective analysis.

 

CARILLON Mitral Contour System

Das CARILLON Mitral Contour System zur Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz kombiniert ein proprietärer implantierbarer Device mit einem perkutanen Katheter-Einführungssystem. Der implantierbare Device besteht aus einem proximalen Anker und einem distalen Anker, die durch ein Metalband verbunden sind. Das Gerät nutzt die natürlichen Strukturen des Herzens und soll die Dilatation des Mitralanulus bei der Entfaltung verringern und dadurch die funktionelle Mitralinsuffizienz (FMR) signifikant verringern.

Das CARILLON Mitral Contour System wurde für die Positionierung im Koronarsinus unter Verwendung von Standard-Herzkathetertechniken entwickelt und kann die meisten Patienten mit Herzinsuffizienz mit minimal invasivem Verfahren behandeln. Klinische Daten legen nahe, dass die Implantation mit einer signifikanten Verringerung der FMR und einer signifikanten Verbesserung der Funktionsfähigkeit und der Lebensqualität verbunden ist.

 

CARILLON Mitral Contour System

 

Aktuelle Projekte

Single center experience after Implantation of Carillon mitral contour System for treatment of sever mitral regurgitation.

 

Myokardinfarkt

Koronararterien versorgen den Herzmuskel (Myokard) mit sauerstoffhaltigem Blut. Ein akuter Myokardinfarkt oder Herzinfarkt, tritt auf, wenn einem Teil des Herzens aufgrund einer Blockade einer Koronararterie der Sauerstoff entzogen wird. Ohne Sauerstoff beginnen die von der verstopften Arterie versorgten Muskelzellen zu sterben. Die perkutane Koronarintervention (PCI) mit Stentimplantation ist die primäre Therapiestrategie bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt. Die schnelle Hemmung von Thrombozyten durch eine duale Thrombozytenaggregationshemmung mit Aspirin und einem P2Y12-Rezeptorhemmer ist der Grundstein für die Vorbeugung thrombotischer Ereignisse bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt.

Aktuelle Projekte

In der monozentrischen MON-AMI Studie (Impact of Morphine Treatment with and without Metoclopramide co-administration on Platelet Inhibition in Acute Myocardial Infarction) werden 138 Patienten mit akutem Myokardinfarkt nach der oralen Verabreichung von 180 mg Ticagrelor vor Durchführung der perkutanen Koronarintervention in eine von 3 Behandlungsgruppen randomisiert: (a) konventionell Behandlung (Kontrolle); (b) intravenöse Verabreichung von 5 mg Morphin; und (c) intravenöse Verabreichung von 5 mg Morphin und 10 mg Metoclopramid. Der primäre Endpunkt ist die Plättchenreaktivität (P2Y12 reaction units, PRU) gemessen mittels VerifyNow-P2Y12-Test 2 Stunden nach Verabreichung der Ticagrelor Aufsättigungsdosis.

Publikationen
  • Impact of chronic total occlusion in a non-infarct-related coronary artery on myocardial injury assessed by cardiac magnetic resonance imaging and prognosis in ST-elevation myocardial infarction. Saad M, Stiermaier T, Fuernau G, Pöss J, Desch S, Thiele H, Eitel I. Int J Cardiol. 2018 Aug 15;265:251-255.
  • Transseptal Retrieval of Dislodged Left Atrial Appendage Occlusion Device from the Left Ventricle Saad M, Eitel I, Tilz RR, Thiele H. JACC Cardiovasc Interv. 2018 Apr 9;11(7):705-706.
  • Impact of direct stenting on myocardial injury assessed by cardiac magnetic resonance imaging and prognosis in ST-elevation myocardial infarction. Saad M, Stiermaier T, Fuernau G, Pöss J, de Waha-Thiele S, Desch S, Thiele H, Eitel I. Int J Cardiol. 2019 May 15;283:88-92.
  • Role of ischemic conditioning and direct stenting on myocardial protection. Saad M, Stiermaier T, Eitel I. Int J Cardiol. 2019 Jul 1;286:19.

 

Kardiogener Schock

Kardiogener Schock ist die häufigste Todesursache bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt. Kardiogener Schock mit niedrigem systolischen Blutdruck und klinischen Anzeichen einer Hypoperfusion. Eine schnelle Diagnose und unterstützende Therapie in Form von Medikamenten, Atemwegsunterstützung und eine Reperfusion durch fibrinolytische Therapie, perkutane Intervention (PCI) oder Bypass-Transplantation der Koronararterien (CABG) folgen, was die Mortalität langfristig senken.

Publikationen
  • Comparison of hospital mortality with intra-aortic balloon counterpulsation insertion before versus after primary percutaneous coronary intervention for cardiogenic shock complicating acute myocardial infarction. Abdel-Wahab M*, Saad M*, Kynast J, Geist V, Sherif MA, Richardt G, Toelg R. Am J Cardiol. 2010 Apr 1;105(7):967-71.
  • "Smoker's paradox" in patients with cardiogenic shock complicating myocardial infarction - A substudy of the IABP-SHOCK II-trial and registry. Saad M, Fuernau G, Desch S, Eitel I, Jung C, Pöss J, Schneider S4, Schuler G, Werdan K, Zeymer U, Thiele H. Int J Cardiol. 2016 Nov 1;222:775-9       
  • Prognostic Impact of Non-Culprit Chronic Total Occlusions in Infarct-Related Cardiogenic Shock: Results of the Randomized IABP-SHOCK II Trial. Saad M, Fuernau G, Desch S, Eitel I, de Waha S, Pöss J, Ouarrak T, Schneider S, Zeymer U, Thiele H. EuroIntervention. 2018 Jun 8;14(3):e306-e313.

 

Chronische totale Verschlüsse der Koronararterien

Chronische totale Verschlüsse (CTOs) sind als koronare Läsionen mit ’’thrombolysis in myocardial infarction’’ (TIMI) Fluss von 0  oder 1 (functional CTO) für ≥ 3 Monaten definiert. Sie kommen in bis zu 15% der diagnostischen Angiogramme vor. Bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt oder kardiogenem Schock, das Vorhandensein einer chronischen totalen Okklusion (CTO) in einer nicht infarktbedingten Koronararterie (Non-IRA) ist ein unabhängiger Prädiktor für die Mortalität.

Eine Rekanalisation chronischer Koronarverschlüsse zählen zu den anspruchsvollsten Prozeduren im Herzkatheterlabor. Insbesondere durch die modernen Drahttechnologien können wir Erfolgsraten > 80% in ausgewählten Patienten erreichen. Neben einer klinischen Besserung zählen die Besserung der Pumpfunktion, eine geringere Mortalität im Langzeitverlauf sowie die Vermeidung einer Bypassoperation als etablierte Indikation für eine Rekanalisationsprozedur. Sogenannte „ante- und retrograde“ Rekanalisationsechniken kommen in unserer Klinik zum Einsatz.

Aktuelle Projekte

Effect of CTO revascularization on left ventricular function using conductance catheter

Publikationen
  • Prognostic Impact of Non-Culprit Chronic Total Occlusions in Infarct-Related Cardiogenic Shock: Results of the Randomized IABP-SHOCK II Trial. Saad M, Fuernau G, Desch S, Eitel I, de Waha S, Pöss J, Ouarrak T, Schneider S, Zeymer U, Thiele H. EuroIntervention. 2018 Jun 8;14:e306-e313.
  • Impact of chronic total occlusion in a non-infarct-related coronary artery on myocardial injury assessed by cardiac magnetic resonance imaging and prognosis in ST-elevation myocardial infarction. Saad M, Stiermaier T, Fuernau G, Pöss J, Desch S, Thiele H, Eitel I. Int J Cardiol. 2018 Aug 15;265:251-255.

 

weitere Publikationen
  • ‘’Prognostic Impact of Non-Culprit Chronic Total Occlusions in Infarct-Related Cardiogenic Shock: Results of the Randomized IABP-SHOCK II Trial’’. Mohammed Saad, M.D., Georg Fuernau, M.D., Steffen Desch, M.D., Ingo Eitel, M.D., Suzanne de Waha, M.D., Janine Pöss, M.D., Taoufik Ouarrak, MSc., Steffen Schneider, Ph.D., Uwe Zeymer, M.D., Holger Thiele, M.D. EuroIntervention. 2018 Jun 8;14(3):e306-e313.
  • ‘’Impact of chronic total occlusion in a non-infarct-related coronary artery on myocardial injury assessed by cardiac magnetic resonance imaging and prognosis in ST-elevation myocardial infarction’’ Saad M, Stiermaier T, Fuernau G, Pöss J, Desch S, Thiele H, Eitel I. Int J Cardiol. 2018 Aug 15;265:251-255.
  • Transseptal Retrieval of Dislodged Left Atrial Appendage Occlusion Device from the Left Ventricle Saad M, Eitel I, Tilz RR, Thiele H. JACC Cardiovasc Interv. 2018 Apr 9;11(7):705-706. 9.881
  • Impact of a Novel Contrast Modulating System on Contrast Savings in Coronary Angiography – The DyeVert Randomized Controlled Trial. Desch Steffen, MD; Fuernau Georg, MD; Pöss Janine, MD; Meyer-Saraei Roza, PhD; Saad Mohammed, MD; Eitel Ingo, MD; Thiele Holger, MD; de Waha Suzanne, MD. Int J. Cardiol. 2018 Jan 2. pii: S0167-5273(17)35968-5.
  • Impact of atrial fibrillation on infarct characteristics and prognosis in ST-elevation myocardial infarction. Sebastian J Reinstadler; Thomas Stiermaier; Charlotte Eitel; Georg Fuernau; Mohammed Saad; Janine Pöss; Meinhard Mende; Bernhard Metzler; Holger Thiele; Ingo Eitel. Circ Cardiovasc Imaging. 2018 Feb;11(2):e006955.
  • Impact of Off-Hours versus On-Hours Primary Percutaneous Coronary Intervention on Myocardial Damage and Clinical Outcomes in ST-elevation myocardial infarction. Sebastian J Reinstadler, Thomas Stiermaier, Charlotte Eitel, Georg Fuernau, Suzanne de Waha, Mohammed Saad, Janine Pöss, Steffen Desch, Bernhard Metzler, MD, Holger Thiele, and Ingo Eitel. JACC Cardiovasc Interv. 2018 May 14;11(9):915-917.