Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Herzkatheterlabor > interventionelle Therapien

interventionelle Therapien

 

>> Komplexe Koronar- und Hauptstamminterventionen

Die rasante Entwicklung der interventionellen Koronartherapie setzt sich weiter sehr dynamisch fort; Koronarbefunde die zuvor überwiegend eines operativen Vorgehens (Bypass-OP) bedurften können zunehmend schnell und sicher mittels Herzkatheter behandelt werden. 

 

Rotablation

Die Rotablation ist eine spezielle Technik zur Behandlung von schwer verkalkten, nicht-dilatierbaren Koronarstenosen. Hier wird das schwer verkalkte Plaquematerial mit einem kleinen, mit Diamantsplittern besetzten Fräskopf abgetragen.

Rotablation

 

>> Bildgebende Verfahren

Der intrakoronare Ultraschall (IVUS) und die optische Kohärenztomographie (OCT) sind Möglichkeiten zur invasiven Diagnostik der Herzkranzgefäße. Es lassen sich damit atheromatöse Plaques, Dissektionen in der Gefäßwand und Thromben im Gefäß darstellen und besser charakterisieren.

Häufig wird eine Koronarangiographie in Situationen durchgeführt, in denen die Einschätzung des Schweregrades einer koronaren Läsion anhand der Morphologie sehr subjektiv ist, hier stellt die invasive Messung der fraktionellen Flussreserve (FFR) den aktuellen Standard in der kardialen Ischämiediagnostik dar.

Coronary IVUS

Abbildung 1: Coronary IVUS

   

Coronary OCT

Abbildung 2: Coronary OCT

 

>> Rekanalisation chronischer Koronarverschlüsse (CTO = chronic total occlusion)

Diese Prozeduren zählen zu den anspruchsvollsten Prozeduren im Herzkatheterlabor. Insbesondere durch die modernen Drahttechnologien können wir Erfolgsraten > 80% in ausgewählten Patienten erreichen.

 

>> HOCM – Diagnostik/ Therapie

Bei der hypertroph obstruktiven Kardiomyopathie (HOCM) kommt es durch eine Verdickung der Herzscheidewand zu einer mehr oder weniger starken Verlegung (Obstruktion) des linksventrikulären Ausflusstraktes. Typische Beschwerden der betroffenen Patienten können Luftnot, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Synkopen und plötzliche Todesfälle sein.

 

>> Koronarfisteln

Koronarfisteln, arteriovenöse Fisteln (pulmonal oder systemisch) und Kollateralen (aortopulmonal oder veno-venös) sind seltene (ca. 0,3% aller Koronarangiographien) und sehr unterschiedliche, häufig angeborene Entitäten, die isoliert, bei angeborenen Herzfehlern oder seltenen Systemerkrankungen und Syndromen auftreten können.

 

>> Aortenklappenstenose

Die Aortenklappenstenose ist in erster Linie eine degenerative Erkrankung des alten Menschen. Daten aus epidemiologischen Evaluationen legen nahe, dass 5 % der über 85-jährigen Menschen eine Aortenklappenstenose aufweisen. Durch die zunehmende Lebenserwartung steigt innerhalb der nächsten Jahre insbesondere der Anteil der über 80-jährigen in der Gesamtbevölkerung und somit auch die Anzahl jener Menschen, die einer Aortenklappenintervention bedürfen.

 

>> „Valve-in-valve“ Eingriffe

Die Standardtherapie des fortgeschrittenen Aortenklappenvitiums bei Niedrigrisiko-Patienten besteht im operativen Ersatz der erkrankten Herzklappe durch eine mechanische oder biologische Aortenklappenprothese. Der Vorteil der mechanischen Aortenklappenprothesen besteht in der theoretisch lebenslangen Haltbarkeit, ihr Nachteil ist die zwingende Notwendigkeit zur dauerhaften Antikoagulation aufgrund des Thrombembolierisikos.

 

>> Mitralklappenvalvuloplastie

Die Ballonklappensprengung wurde erstmals 1984 von Inoue durchgeführt und gilt aufgrund der guten Akut- und Langzeitresultate inzwischen als etabliertes Verfahren zur nicht chirurgischen Behandlung der Mitralklappenstenose. Die Mitralklappenvalvuloplastie ist eine Sprengung von verklebten und zum Teil auch verkalkten beweglichen Teilen der Mitralklappe mittels eines über einen Katheter eingebrachten Ballons.

 

>> Mitralinsuffizienz

Die Mitralklappeninsuffizienz ist die zweithäufigste Form von Herzklappenerkrankungen in Europa; weltweit sind Millionen von Menschen davon betroffen. Wird die Mitralklappeninsuffizienz nicht therapiert, führt das bei den Betroffenen ab einem gewissen Schweregrad zu einer chronischen Volumenüberlastung des Herzens, welche später zur Herzschwäche führt.

 

>> Interventioneller Vorhofohrverschluss (LAA Verschluss)

Da bei Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern der für den Schlaganfall ursächliche Thrombus in der Regel immer an der gleichen Stelle des Herzens im linken Vorhofohr (LAA, left atrial appendage) entsteht gibt es eine interventionelle Methode um das Schlaganfallrisiko effektiv zu reduzieren.  Hierbei handelt es sich um den Verschluss des und somit Ausschluss des LAA von der sytemischen Zirkulation des linken Vorhofs.

 

>> Paravalvuläre Lecks

Symptomatische paravalvuläre Lecks nach chirurgischem Herzklappenersatz sind eine signifikante postoperative (Spät-) Komplikation. Die Prävalenz des paravalvulären Lecks ist nicht genau bekannt. Eine Indikation zum Verschluss von paravalvulären Lecks wird bei Verschlechterung einer Herzinsuffizienzsymptomatik oder bei relevanter Hämolyse gesehen.

 

>> ASD Verschluss

Der Vorhofseptumdefekt (atrial septal defect – ASD) ist einer der häufigsten angeborenen Herzfehler (5–10 %) und ist durch einen Substanzdefekt im Vorhofseptum mit Blutübertritt aus dem linken in den rechten Vorhof gekennzeichnet. Etwa 1/3 aller ASDs werden erst im Erwachsenenalter entdeckt, vor allem kleinere Defekte und Defekte vom Secundum-Typ (ca. 75 % aller ASDs), bei denen keine Klappenbeteiligung der AV-Klappen vorliegt.

 

>> PFO Verschluss

Etwa 80 % der zerebralen Insulte sind ischämisch verursacht, zumeist durch einen atherosklerotisch verursachten thrombotischen Gefäßverschluss oder durch zerebrale Embolien, die von vaskulären oder kardialen Emboliequellen (Vorhofthromben bei Vorhofflimmern) ausgehen.