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Weiterbildungskonzept Med. Klinik II 

Die Medizinische Klinik II des Universitären Herzzentrums Lübeck am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat die Schwerpunkte Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin. Die Klinik umfasst drei kardiologische Normalstationen, eine Heart Failure Unit (HFU), eine Chest Pain Unit (CPU), sowie eine interdisziplinäre Intermediate Care und Intensivstation. Zusätzlich verfügt die Klinik über fachspezifische kardiologische und angiologische Funktionsbereiche inkl. eines hochmodernen Minimalinvasiven Zentrums (MIC; 2 Herzkatheterlabore, EPU-Labor, Schrittmacher-OP) und einem Hybrid-OP. Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit am Universitären Herzzentrum Lübeck wird das gesamte Spektrum der innovativen Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen angeboten.

Diese Strukturen und die hohen Fallzahlen bieten eine hervorragend Grundlage für eine umfassende klinische Aus- und Weiterbildung in kollegialer und freundlicher Arbeitsatmosphäre. Unser Angebot umfasst neben der Facharztausbildung für Innere Medizin und Kardiologie auch spezialisierte Weiterbildungsprogramme im Anschluss daran, wie beispielsweise die Zusatzbezeichnung Internistische Intensivmedizin oder diverse Zusatzqualifikationen im Bereich der interventionellen Kardiologie, der kardialen Bildgebung (z.B. Magnetresonanztomographie) und der Elektrophysiologie. Zudem unterstützen wir explizit wissenschaftliches Engagement und bieten in diesem Bereich Fortbildungen und Hilfestellungen auf dem Weg zu einer akademischen Laufbahn mit dem Ziel der Habilitation.

Weiterbildungskonzept_MKII_HL

Abbildung Schematische Darstellung – Weiterbildungskonzept der Medizinischen Klinik II

(Für die große Ansicht bitte das Bild anklicken.)

 

 

In Zukunft sind Kliniken mehr denn je auf qualifizierte und motivierte Ärzte angewiesen. Dieses Weiterbildungskonzept ist Ausdruck unserer Anstrengungen auf diesem Gebiet und soll unter Einbeziehung der Weiterbildungsassistenten kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Lübeck, den 01.05.2020

Weiterbildung_Signets

1. Weiterbildung zur Erlangung der Facharztbezeichnung Innere Medizin/Kardiologie

Das Curriculum für die Ausbildung zum/zur Facharzt*ärztin für Innere Medizin und Kardiologie orientiert sich an der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Diese sieht zunächst eine Basisweiterbildung auf dem Gebiet der Inneren Medizin vor, welche in unserer Klinik auf den kardiologischen Normalstationen, in der interdisziplinären Notaufnahme (INA) und auf der interdisziplinären IMC-/Intensivstation erfolgt. Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung insbesondere im Bereich der Akut- und Notfallmedizin erhalten die Weiterbildungsassistenten hierbei einen umfassenden Einblick in die Diagnostik und Behandlung sämtlicher internistischer Krankheitsbilder. Zudem besteht die Möglichkeit in andere Facharztkompetenzen auf dem Gebiet der Inneren Medizin zu rotieren. Hierfür besteht ein strukturiertes Rotationsprinzip in enger Kooperation mit den anderen internistischen Kliniken am UKSH Campus Lübeck (Gastroenterologie/Hepatologie, Nephrologie, Endokrinologie, Hämatologie/Onkologie, Pneumologie, Infektiologie).

Gefolgt wird die Basisweiterbildung von einer dreijährigen kardiologischen Ausbildung in den Spezialambulanzen (z.B. für Herzinsuffizienz, Klappenvitien oder Herzrhythmusstörungen), der Heart Failure Unit (HFU), in der Funktionsdiagnostik (Ergometrie, Echokardiographie, Duplexsonographie, Herzschrittmacher-/ICD-Kontrolle) und als stationsführender Arzt/Ärztin der kardiologisch geführten Bereiche. Zudem erfolgt im Minimalinvasiven Zentrum eine Basisausbildung im Bereich der diagnostischen Herzkatheteruntersuchung und der elektrophysiologischen Diagnostik und Therapie.

Um zum einen den Vorkenntnissen der jeweiligen Assistenten*innen gerecht zu werden und zum anderen den notwendigen flexiblen und effizienten Personaleinsatz zu ermöglichen, kann die Reihenfolge der Ausbildungsstationen variieren. In jährlichen Weiterbildungsgesprächen wird der jeweilige Ausbildungsstand überprüft und darauf basierend die künftige Rotation festgelegt. Der strukturierte Aufbau der Ausbildung bietet gemeinsam mit regelmäßigen Klinik-internen Fortbildungen (z.B. Erarbeitung und wöchentliche Diskussion von Standard Operating Procedures [SOPs] zur Diagnostik/Behandlung diverser Erkrankungen basierend auf den aktuellen Leitlinien-Empfehlungen) eine ideale Vorbereitung auf die Facharztprüfung.

2. Zusatzweiterbildungen nach dem Erwerb der Facharztbezeichnung

Im Anschluss an die Facharztausbildung bietet die Medizinische Klinik II des Universitären Herzzentrums Lübeck zahlreiche Optionen weitere Schwerpunkte im Bereich der klinischen Tätigkeit zu setzen. Es besteht die Möglichkeit einer vertieften intensivmedizinischen Ausbildung mit dem Erwerb der Zusatzbezeichnung „Internistische Intensivmedizin“. Zudem ist unsere Klinik eine zertifizierte Ausbildungsstätte für zahlreiche Zusatzqualifikationen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Diese umfassen die Zusatzqualifikation für:

  • Interventionelle Kardiologie,
  • Spezielle Rhythmologie (Invasive Elektrophysiologie, Aktive Herzrhythmusimplantate),
  • Kardiale Magnetresonanztomographie und
  • Herzinsuffizienz.

Die Ausbildung erfolgt nach den von der DGK vorgegebenen Curricula. Zudem kann die Ausbildung zum Hypertensiologen (Deutsche Hochdruckliga) absolviert werden.

3. Wissenschaftliche Ausbildung (Promotion/Habilitation)

Neben der klinischen Ausbildung liegt in unserer Klinik ein besonderes Augenmerk auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Medizinische Klinik II des Universitären Herzzentrums Lübeck zählt zu den wissenschaftlich erfolgreichsten Abteilungen in Deutschland und ist in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten in federführender Rolle vertreten. Die gut organisierten Arbeitsgruppen decken Forschungsprojekte im gesamten Spektrum der Herz- und Kreislauferkrankungen ab und das vorliegende Forschungsnetzwerk, beispielsweise als Mitglied des Deutschen Zentrums für Herz- und Kreislauferkrankungen (DZHK), bietet die idealen Strukturen für die erfolgreiche Umsetzung von Forschungsvorhaben. Wissenschaftlich ambitionierte Ärzte*innen unserer Klinik werden auf dem Weg zur akademischen Laufbahn mit der vorhandenen Expertise unterstützt und strukturiert angeleitet. Journal Clubs, in denen aktuelle Veröffentlichungen vorgestellt und kritisch diskutiert werden, finden wöchentlich statt. Zudem werden die Klinik-internen Forschungsprojekte regelmäßig präsentiert und weiterentwickelt. Im Rahmen der Ausbildung werden nach Möglichkeit entsprechende Freiräume für wissenschaftliches Arbeiten gewährt und auch längerfristige Freistellungen sind zum Beispiel über die Forschungsförderung der Universität Lübeck möglich.

 


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