Transkatheter Mitralklappenersatz

In den meisten Fällen erfolgt heutzutage die Behandlung einer Mitralklappeninsuffizienz mittels Reparatur der undichten Herzklappe. Sollte eine Reparatur jedoch aufgrund anatomischer Gegebenheiten nicht möglich sein, kann eine undichte Mitralklappe auch mittels Kathetertechnik und Implantation einer biologischen Prothese behandelt werden. Dieses erfolgt in der Regel über eine kleine Punktion im Bereich der Leistengefäße. Anschließend wird zuerst ein Verankerungssystem katheterbasiert im Bereich der Mitralklappe implantiert und im Anschluss unmittelbar die Implantation der neuen Mitralklappenprothese (Sapien M3®; Edwards Lifesciences).

Implantation einer Sapien M3® (Edwards Lifesciences) in der Röntgendurchleuchtung Abb.1: Implantation einer Sapien M3® (Edwards Lifesciences) in der Röntgendurchleuchtung

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Schematische Abbildung einer Sapien M3® (Edwards Lifesciences) Abb 2: Schematische Abbildung einer Sapien M3® (Edwards Lifesciences)

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Zusätzlich besteht die Möglichkeit über einen kleinen Schnitt zwischen den Rippen im Bereich der Herzspitze eine Mitralklappenbioprothese (Tendyne®, Abbott) katheterbasiert zu implantieren.

Unsere Klinik bietet aber auch im Rahmen einer klinischen Studie die Möglichkeit der Implantation einer speziellen Mitralklappenprothese über die Oberschenkelvene an. Hierfür müssen bestimmte anatomische Voraussetzungen vorliegen. Diese prüfen wir gerne im Bedarfsfall für unsere Patienten.

Welche Therapieform dem individuellen Patienten am ehesten angeboten werden kann, besprechen wir in unseren regelmäßigen interdisziplinären Herzteambesprechungen. Bei diesen Besprechungen kommen alle Experten zusammen um anhand der vorliegenden Befunde jeden Patienten individuell zu besprechen.


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Neue Herzklappe ohne Operation: Ein Patient berichtet
Uwe Gerhard Hermenau war stark eingeschränkt durch eine schwere Mitralklappeninsuffizienz – selbst kurze Spaziergänge wurden zur Belastung. Eine erneute Operation am offenen Herzen kam für ihn nicht infrage.
Am UKSH, Campus Lübeck, erhielt er eine minimalinvasive Behandlung: einen vollständigen Mitralklappenersatz per Katheter – ohne chirurgischen Eingriff. Prof. Dr. Christian Frerker, stellvertretender Klinikdirektor der Medizinischen Klinik II, erläutert das Verfahren und seine Vorteile. Heute kann Uwe Hermenau wieder reisen, aktiv sein und seinen Alltag selbstbestimmt gestalten. Ein persönlicher Einblick in moderne Herzmedizin – und in die Bedeutung von Innovation für Lebensqualität.
Video: Edwards Lifesciences